Jeansklassiker Wrangler und Lee könnten verkauft werden

Die US-Traditionsmarken Wrangler und Lee könnten laut einem Medienbericht bald den Besitzer wechseln. Das Bekleidungskonglomerat VF Corp, dem die Jeansklassiker seit den 1980er Jahren gehören, zieht einen Verkauf oder eine Abspaltung der Marken in Erwägung, wie das „Wall Street Journal“ (Freitag-Ausgabe) unter Berufung auf Insider berichtete.

Der Mutterkonzern, mit einem Börsenwert von rund 38 Milliarden Dollar ein Schwergewicht der US-Modebranche, wolle sich lieber auf seine wachstumsstärkeren Marken wie Vans, The North Face und Timberland konzentrieren. VF Corp war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Schwächelnde Nachfrage

Dem Bericht zufolge kämpft der Konzern mit schwächelnder Jeansnachfrage - seit 2015 seien die Verkäufe der Sparte, zu der auch noch die Marken Rustler und Rock & Republic zählten, um fünf Prozent und der Gewinn um zwei Prozent gesunken.

Die Jeans würden vor allem über große Einzelhändler wie Walmart verkauft, von denen viele ihre Bestellungen in den letzten Monaten wegen hoher Lagerbestände reduziert hätten. Lee und Wrangler gibt es seit 1912 beziehungsweise 1947, sie gelten als uramerikanische Originale, die ursprünglich für Cowboys und Arbeiter sowie für Rodeo-Reiter entworfen wurden.