Trudeau besucht Opferfamilien nach Schießerei

Nach der tödlichen Schießerei im kanadischen Fredericton hat sich Kanadas Premierminister Justin Trudeau mit Angehörigen der Opfer getroffen, eine Debatte über das Waffenrecht zunächst aber ausgeschlossen. „Jetzt ist die Zeit, an die beiden mutigen Beamten zu denken, die im Dienst gefallen sind, und an die anderen beiden Opfer und ihre Familien sowie an die Gemeinden, die jetzt zusammenhalten“, sagte Trudeau gestern.

Ein Schütze hatte am Freitag in der 60.000-Einwohner-Stadt Fredericton, der Hauptstadt der Provinz New Brunswick, von einem Fenster aus in einen Hof geschossen. Zwei Männer und zwei Frauen wurden getötet, zwei der Opfer waren Polizisten. Der Vorfall hatte Panik in der Stadt ausgelöst.

Angesichts zunehmender Waffengewalt in Kanada wurden Rufe nach einem Verbot von Handfeuerwaffen laut. Trudeau sagte diesbezüglich, es werde eine „Zeit geben, um darüber nachzudenken, was zum Schutz der Bürger und ihrer Gemeinden getan werden“ könne. „Jetzt ist nicht die Zeit, um darüber zu sprechen“, sagte er.