Ex-Trump-Mitarbeiterin veröffentlicht Tonbandaufnahmen

Vor der Veröffentlichung ihres Enthüllungsbuchs über das Weiße Haus unter US-Präsident Donald Trump hat die frühere Regierungsmitarbeiterin Omarosa Manigault Newman eine Tonbandaufnahme ihres Entlassungsgesprächs mit Stabschef John Kelly publik gemacht.

Newman rechtfertigte den Schritt gestern im US-Fernsehen damit, dass sie sich schützen wollte in einem Weißen Haus, „in dem jeder lügt“. Ihr Buch „Unhinged“ (deutsch etwa: gestört, aus den Angeln gehoben) kommt morgen in die Buchhandlungen.

Es war zunächst unklar, ob Newman nun wegen der Veröffentlichung mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Das Weiße Haus reagierte jedenfalls verärgert. Präsidentensprecherin Sarah Sanders sagte, dass es einer schweren Missachtung der nationalen Sicherheit gleichkomme, wenn eine Stabsmitarbeiterin ein Aufnahmegerät ins Weiße Haus einschmuggle. „Und dann damit im nationalen Fernsehen zu prahlen zeigt einen Mangel an Charakter und Integrität dieser verärgerten ehemaligen Mitarbeiterin des Weißen Hauses.“

In dem Interview zeigte sich Newman auch reumütig über ihre Mitarbeit in der von ihr kritisierten Trump-Regierung. Sie sei „mitschuldig“ daran, dass das Weiße Haus die Nation „betrügt“. „Sie täuschen die Nation weiter darüber, wie zurückgeblieben er geistig ist“, sagte sie über Trump, „wie schwer es ihm fällt, komplexe Informationen zu verarbeiten. Wie wenig er mit den wichtigsten Entscheidungen befasst ist, die unser Land betreffen. Ich war mitschuldig und das bedauere ich.“