Zwei Palästinenser bei Kämpfen in Gazastreifen getötet

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der israelischen Armee an der Grenze zum Gazastreifen sind gestern zwei Palästinenser erschossen worden.

Zunächst meldete das Gesundheitsministerium in Gaza den Tod eines 14-Jährigen, der östlich der palästinensischen Flüchtlingssiedlung Dschabalija im Norden des Gazastreifens getötet worden sei. Kurz darauf wurde der Tod eines Mannes in der Nähe der Stadt Chan Junis im Süden der Enklave verkündet.

Nach Angaben des Ministeriums wurden mindestens zwölf weitere Menschen verletzt. Der israelischen Armee zufolge hatten sich Tausende palästinensische Demonstrierende an verschiedenen Punkten am Grenzzaun versammelt. Sie hätten Reifen verbrannt und Steine sowie Brandbomben auf israelische Soldaten geworfen. Die Soldaten hätten reagiert. Die israelische Armee schätzte die Zahl der an den „Unruhen“ beteiligten Menschen auf insgesamt 13.000.

Immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen

Seit Ende März gibt es an der Grenze des Gazastreifens zu Israel immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Mindestens 178 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet. Die Proteste waren in den jüngsten Monaten weniger geworden.

Palästina fordert ein Ende der Gaza-Blockade und ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern. Diese Dörfer und Städte gehören heute zum israelischen Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab.

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.