Zehn Tote in Mosambik nach mutmaßlichem Terroranschlag

Unbekannte haben in einer von radikalen Islamisten heimgesuchten Provinz im Norden Mosambiks ein Dorf angegriffen und mindestens zehn Menschen getötet. Mindestens 15 weitere Dorfbewohner wurden verletzt und rund 30 Häuser niedergebrannt, wie die Nachrichtenagentur Lusa heute unter Berufung auf örtliche Behördenvertreter berichtete.

Der Angriff habe sich gestern Abend im Dorf Ntoni in der Provinz Cabo Delgado zugetragen. Seit etwa einem Jahr kommt es in der Provinz nahe der tansanischen Grenze vereinzelt zu Angriffen, für die die Behörden eine örtliche islamistische Gruppen verantwortlich machen. Bei den Angriffen kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Ziele der Islamisten sind bisher weitestgehend unklar.

Vermutet wird, dass sich die Gruppe junger und radikaler Islamisten im verarmten Norden aus Protest gegen die örtlichen Behörden gegründet hatte. Die Bevölkerung des Landes an der Südostküste Afrikas ist mehrheitlich christlich. Bis zum vergangenen Jahr hatte es in Mosambik keine nennenswerten Terroranschläge gegeben.