Österreichs Export trotzt internationaler Abschwächung

Aus dem aktuellen Kurzbericht des Kompetenzzentrums Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft (FIW) geht hervor, dass der österreichische Export im ersten Halbjahr 2018 vom weltweit starken Wirtschaftswachstum profitiert hat. Nominell stiegen die österreichischen Exporte in diesem Zeitraum um 5,8 Prozent. Das Außenhandelsdefizit reduzierte sich zudem um 393,1 Mio. Euro.

Trotz des Exportwachstums machten sich steigende Ölpreise, der sich verlangsamende Welthandel und Risiken an den internationalen Finanzmärkten beim Außenhandel mit Nicht-EU-Ländern wie China und Russland bemerkbar. Aufgrund der robusten Nachfrage in den EU-Ländern konnte das jedoch laut FIW kompensiert werden.

Nachfrage der Schwellenländer

Das FIW betont, dass die österreichische Exportwirtschaft neben den traditionell starken Lieferungen in die EU-Partnerländer auch von der Nachfrage der Schwellenländer profitierte. So trugen die Warenausfuhren in die NAFTA-, MERCOSUR- und TPP-Staaten mit Exportsteigerungen von 6,1 Prozent, 16,7 Prozent und 6,9 Prozent deutlich zum Plus bei den österreichischen Exporten bei.

Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass die Pkw-Exporte im ersten Halbjahr 2018 um 48,4 Prozent zulegen konnte. Dieser Wert geht auch mit der steigenden Fertigungszahl von Automobilen einher. Die Pkw-Ausfuhren machten dabei 4,7 Prozent der österreichischen Exporte aus. Zielländer von in Österreich gefertigten Pkw sind insbesondere Südkorea, das Vereinigte Königreich und die USA.