EU hält „Brexit“-Durchbruch binnen einer Woche für möglich

Die EU setzt auf einen Durchbruch in den „Brexit“-Verhandlungen bis zum Gipfel nächste Woche. Dafür werde Tag und Nacht verhandelt, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier gestern in Brüssel.

Bis zum 17. Oktober solle ein Austrittsabkommen „in Reichweite“ sein. „So versuchen wir, die Chancen auf einen geordneten Rückzug zu maximieren und die Kosten des ‚Brexits‘ für die Wirtschaft und für unsere Unternehmen zu minimieren.“

Johnson schießt wieder quer

Zuletzt war auf beiden Seiten die Zuversicht gewachsen, dass das Abkommen rechtzeitig zustande kommt. Damit würde nach dem „Brexit“-Datum am 29. März 2019 eine knapp zweijährige Übergangsphase starten, in der sich fast nichts ändert. Platzen die Verhandlungen, würde ein plötzlicher und vermutlich chaotischer Bruch drohen.

Die Rede löste sofort heftige Kritik beim früheren britischen Außenminister Boris Johnson aus. In einer Serie von Tweets warf Johnson der britischen Regierung vor, über eine Lösung zu verhandeln, „die Großbritannien zu einer dauerhaften Kolonie der EU macht“.