Kern soll in China Türen öffnen

Ex-Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat eine erste Tätigkeit nach seinem Ausscheiden aus der Politik, auch wenn sie nicht tagesfüllend ist: Er wird Präsident des neu geschaffenen Kuratoriums der Austrian Chinese Business Association (ACBA), bestätigte deren operativer Chef, der Wiener Anwalt Georg Zanger, der APA einen „Trend“-Bericht.

Das Kuratorium, das sich zweimal im Jahr treffen und beratende Aufgaben übernehmen soll, ist über Parteigrenzen hinweg hochrangig besetzt: Als Vizepräsidenten fix sind Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sei „wahrscheinlich“ ebenfalls dabei, so Zanger zur APA.

„Wert auf Äußerlichkeiten“

Zanger will mit dem Kuratorium in China Türen öffnen. Es gehe nicht nur um die Netzwerke der Politiker und ihre China-Kontakte, sondern auch darum, dass etwa Kern Kanzler der Republik war: „Chinesen legen großen Wert auf Äußerlichkeiten“, so Zanger zum „Trend“. Die ACBA kooperiert mit der chinesischen Außenhandelskammer CCPIT und will verstärkt Wirtschaftsreisen nach China anbieten.

Das ganze Kuratorium soll rund 20 Personen umfassen. Darunter sind Verfassungsgerichtshof-Präsidentin Brigitte Bierlein, WKÖ-Vizepräsident Christoph Matznetter, Flughafen-Vorstand Julian Jäger, ÖBB-Generaldirektor Andreas Matthä, der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), der Präsident des Wiener Landtags, Ernst Woller (SPÖ), der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Professorin Susanne Weigelin-Schwiedrzik.