ThyssenKrupp-Tata-Fusion: EU hat noch Bedenken

Beim geplanten Zusammenschluss von Teilen des Industriekonzerns ThyssenKrupp mit dem indischen Stahlproduzenten Tata befürchtet die EU-Kommission Wettbewerbseinschränkungen. Eine vertiefte Untersuchung sei daher eingeleitet worden, teilten die Wettbewerbshüter gestern mit. Bis zum 19. März kann die Brüsseler Behörde den Deal nun durchwinken oder durchfallen lassen.

Insbesondere bei Stahlzulieferungen an die Automobilindustrie könne es zu Beeinträchtigungen des Wettbewerbs kommen, hieß es weiter. Auch bei metallbeschichtetem Verpackungsstahl, der etwa bei Konservendosen genutzt werde, sowie bei kornorientiertem Elektroband, das zur Herstellung einer Vielzahl technischer Produkte wie Transformatoren diene, gebe es Bedenken.

Die Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata gilt als ein Kernstück des geplanten Konzernumbaus von ThyssenKrupp. Der Gesamtkonzern soll in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Dabei soll das traditionelle Werkstoffgeschäft von dem Industriegeschäft getrennt werden.