Syrien wirft Anti-IS-Koalition Raketenangriffe vor

Syrien hat der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition Raketenangriffe auf Stellungen der syrischen Armee vorgeworfen. Die Koalition habe gestern Abend mehrere Raketen auf Stellungen im Zentrum des Landes abgefeuert, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf Militärquellen.

Dabei sei lediglich „Ausrüstung“ beschädigt worden. Den Angaben zufolge zielten die Angriffe auf Stellungen der syrischen Armee in den Ghorab-Bergen südlich von Suchna.

US-Soldaten in Syrien

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien erklärte, in der Region al-Tanf stationierte Einheiten der Anti-IS-Koalition hätten einen syrischen Armeekonvoi beschossen. Dabei seien mehr als 14 Raketen abgefeuert worden. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten an Ort und Stelle, für Medien sind ihre Angaben schwer zu überprüfen.

Am Stützpunkt al-Tanf sind britische und US-Soldaten stationiert, die im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Einsatz sind. Damaskus hat die USA aufgefordert, ihre Kräfte aus dem Gebiet nahe der Grenzen zu Jordanien und dem Irak abzuziehen.