OPEC macht Ölförderkürzung von Russland abhängig

Die OPEC macht eine Drosselung der Ölfördermenge von einer Teilnahme Russlands abhängig. Fünf Delegierte des Treffens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in Wien sagten heute, das Kartell warte noch auf eine Entscheidung von Nicht-OPEC-Mitglied Russland. Der russische Energieminister Alexander Nowak sei für ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin zurück nach Moskau geflogen.

Auch er werde wieder in Wien erwartet. Derweil wollten die OPEC-Mitglieder darüber beraten, wie die zuletzt gesunkenen Ölpreise wieder höhergetrieben werden können. „Ich bin optimistisch. Es wird eine Einigung geben“, aber es sei unklar, wie viel die OPEC und wie viel Nicht-OPEC-Länder beisteuern, sagte ein Delegierter. Die Gespräche dauerten an.

Grafik zeigt die Ölpreisentwicklung 2018
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA

Saudi-Arabien möchte Russland davon überzeugen, zu der Förderdrosselung mindestens 250.000 bis 300.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag beizusteuern, wie mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Insgesamt soll die Reduzierung 1,3 Millionen Barrel pro Tag betragen. Saudi-Arabien und die von ihm angeführte OPEC sehen sich aber auch wiederholten Forderungen von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt, für niedrige Ölpreise zu sorgen.