Ölförderländer verhandeln weiter über Kürzungen

Die Beratungen wichtiger Ölförderländer über eine Kürzung ihrer Produktion gehen heute weiter. Die 15 Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und Nicht-OPEC-Länder wie Russland treffen sich am OPEC-Sitz in Wien.

Ihr Ziel ist es, den zuletzt stark gefallenen Ölpreis wieder zu stabilisieren. Es gilt als offen, ob es zu einem neuen gemeinsamen Produktionslimit kommt. Entscheidend wird vor allem sein, ob Russland zu Kürzungen bei der Förderung bereit ist.

Ölpreis stark gesunken

Die OPEC ist zuletzt unter Druck geraten, da der Ölpreis von Anfang Oktober bis Anfang Dezember von mehr als 85 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf weniger als 60 Dollar abgestürzt ist.

Vor dem Treffen war damit gerechnet worden, dass sich die 15 OPEC-Staaten auf eine kräftige Produktionskürzung von einer Million Barrel Öl pro Tag Tag und mehr verständigen würden. Angesichts fehlender offizieller Beschlüsse sank der Ölpreis weiter.

US-Ölexporte erstmals höher als Importe

Die 15 OPEC-Staaten produzierten im Oktober nach eigenen Angaben gemeinsam fast 33 Millionen Barrel Öl pro Tag Tag. Der Bedarf liegt laut der Internationalen Energieagentur für 2019 aber nur bei 31,3 Millionen Barrel OPEC-Öl täglich.

Ein Grund dafür sind auch die USA. Das Land exportierte vergangene Woche erstmals mehr Öl und Benzin, als es importierte. In der Woche bis zum 30. November summierten sich nach Behördenangaben die Ausfuhren auf mehr als 3,2 Millionen Fässer pro Tag. Per Saldo wurden damit täglich 211.000 Barrel mehr ausgeführt als aus anderen Ländern eingeführt.