„Gelbwesten“ setzen Proteste fort

Die französische „Gelbwesten“-Bewegung hat ihre Proteste gegen die Regierung von Präsident Emmanuel Macron heute in mehreren Städten fortgesetzt. Nach der Empörung über die vorübergehende Festnahme des „Gelbwesten“-Wortführers Eric Drouet kündigten Aktivisten in Paris für den Nachmittag einen Marsch vom Rathaus bis zum Parlament an.

Eine Kundgebung war außerdem auf den Champs-Elysees vorgesehen. Weitere Protestaktionen wurden in Bordeaux, Toulouse und Lyon erwartet.

Drouet zehn Stunden in Polizeigewahrsam

Die Polizei hatte Drouet am Mittwochabend in der Nähe der Champs-Elysees wegen angeblicher Organisation einer nicht angemeldeten Demonstration festgenommen. Er blieb etwa zehn Stunden in Polizeigewahrsam. Nach seiner Freilassung kritisierte er seine Festnahme als willkürlich und bestritt, zu einer Demonstration aufgerufen zu haben.

Im östlichen Departement Saone-et-Loire nahmen Sicherheitskräfte gestern Abend 18 „Gelbwesten“ fest, die versucht hatten, ein Logistikzentrum des US-Onlinehandelsriesen Amazon zu blockieren. Sie gehörten nach Angaben der Präfektur zu einer Gruppe von etwa 60 Demonstranten. Von diesen warfen demnach einige Steine in Richtung der Polizei, ein Gendarm wurde verletzt.