VW-Aufsichtsrat stimmt angeblich Zusammenarbeit mit Ford zu

Die Allianz des Autokonzerns VW mit dem US-Rivalen Ford ist nach dpa-Informationen beschlossene Sache. Der Volkswagen-Aufsichtsrat habe einer grundsätzlichen Einigung über die geplante Kooperation zugestimmt, erfuhr die dpa gestern aus gut informierten Kreisen.

Details sollen erst in der kommenden Woche – vermutlich auf der Automesse in Detroit – bekanntgegeben werden. Volkswagen äußerte sich nicht dazu.

Kooperation beim Bau kleinerer Nutzfahrzeuge

VW und Ford planen früheren Angaben zufolge vor allem eine Kooperation beim Bau kleinerer Nutzfahrzeuge, um Kosten zu sparen. Nach Einschätzung von VW-Konzernchef Herbert Diess sind beide Hersteller in dem Segment jeweils zu klein, um eine weltweite Rolle spielen zu können.

Zusammen könnten die Autobauer Ausgaben für Forschung und Entwicklung teilen, auch könnten die Werke besser ausgelastet werden. Eine Kapitalbeteiligung sei aber kein Ziel der Gespräche und auch kein Teil der Überlegungen.

Investitionen in Elektromobilität

Nach Informationen der dpa könnte der Pick-up Amarok eines der ersten gemeinsamen Projekte werden. Zunächst nur eine Option ist eine mögliche Zusammenarbeit bei der Entwicklung autonom fahrender Autos sowie von Elektroautos oder künftigen Verbrennungsmotoren. Die Ford-Tochter Argo entwickelt Systeme für autonom fahrende Autos. Schon im Dezember war eine grundsätzliche Einigung zum Bau von Transportern bekanntgeworden.

VW hatte Mitte November angekündigt, seine Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren auf knapp 44 Mrd. Euro aufzustocken.