Zemans gefeiertes Romandebüt „Immerjahn“

Barbara Zeman ist 37 Jahre alt, Journalistin und kommt aus Eisenstadt. Dort siedelt sie auch ihren Debütroman an, der bereits wenige Tage nach dem Erscheinen in zahlreichen Feuilletons als echte Entdeckung gefeiert wird. Darin wird die Geschichte des steinreichen Erben Immerjahn erzählt.

Ein Debüt sorgt für Aufsehen

Zeman hat Geschichte studiert, war Journalistin und Frühstücksköchin in einem Cafe. Jetzt reüssiert sie als Autorin.

Immerjahn öffnet seine Mies-van-der-Rohe-Villa auf dem Eisenstädter Hagebuttenberg für die Öffentlichkeit, ein Schritt, der sogar größer ist, als er sich selbst erwartet hat. Doch auch sonst ändert sich seine Welt in kurzer Zeit drastisch – kaskadenartig fallen identitätsstiftende Elemente seines Lebens in sich zusammen.

Auf dem Hügel ihrer Kindheit

Der Hagebuttenberg, auf dem die Autorin Zemann die Romanhandlung von „Immerjahn“ ansiedelt, war der wichtigste Ort ihrer Kindheit.

Debüts müssen, um erfolgreich zu sein, vor allem eines: überraschen. An Zemans Sprache überrascht die hohe Laufruhe und die klassisch anmutende Intonation. Hier dürfen Sätze lang und verschachtelt sein, während die Geschichte dennoch nicht an Bodenhaftung verliert. Hier ist Literatur Kunst und kein launiges Diagnosetool für die Modewehwechen unserer Zeit – auch wenn Themen wie der Kapitalismus und die Auswüchse des Kunstmarkts angesprochen werden.

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