Kreuzfahrtschiff in Seenot sicher in Hafen geleitet

Das vor der Küste Norwegens in Seenot geratene Kreuzfahrtschiff ist ohne Zwischenfälle in einen Hafen geleitet worden. Das berichtete das norwegische Fernsehen gestern.

Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“
AP/NTB scanpix/Odd Roar Lange

Dramatische Bilder

Die „Viking Sky“ war wegen Problemen mit dem Antrieb in einem gefährlichen Abschnitt der zentralen Westküste Norwegens in Seenot geraten. Nach Reedereiangaben waren 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder an Bord des 227 Meter langen Schiffes. Die meisten Fahrgäste sind laut Behördenangaben Briten und Amerikaner.

Aufnahmen von Bord des Schiffes zeigten dramatische Szenen: Die „Viking Sky“ schwankte heftig, durch die Fenster sahen die Passagiere riesige Wellen. Sessel, Tische und Pflanzen rutschten im Schiff hin und her. Viele Menschen an Bord trugen Rettungswesten. Das Schiff war im Küstenabschnitt Hustadvika unterwegs, einem Seegebiet, das unter anderem wegen zahlreicher kleiner Inseln und Riffe als gefährlich gilt. Dort ist es in der Vergangenheit schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen. Nach Angaben des norwegischen Rundfunksenders NRK war die „Viking Sky“ zeitweise nur noch 100 Meter davon entfernt, auf Grund zu laufen. Die Wellen waren bis zu acht Meter hoch.

Evakuierung von Kreuzfahrtschiff
AP/Odd Roar Lange

Frachter wollte helfen – selbst in Seenot

Die Einsatzkräfte in dem Gebiet mussten auch die neunköpfige Besatzung eines ebenfalls in Seenot geratenen Frachters retten. Die „Hagland Captain“ hatte einen Maschinenschaden und bekam daraufhin Schlagseite, wie der südnorwegische Rettungsdienst mitteilte. Der Frachter war eigentlich auf dem Weg zur „Viking Sky“, um zu helfen.