Erfinder von „Malen nach Zahlen“ gestorben

Dan Robbins, der Erfinder von „Malen nach Zahlen“, ist tot. Der US-Amerikaner starb am Montag im Alter von 93 Jahren in Ohio. Robbins arbeitete als Verpackungsdesigner bei einem Farbhersteller, als er Mitte der 40er Jahre die Idee entwickelte. Inspiriert worden sei er von Leonardo da Vinci, sagte er 2004 in einem Interview: Er habe gehört, dass Leonardo nummerierte Muster verwendete, um seinen Schülern Malen beizubringen.

Selbstportrait von Dan Robbins im „Malen nach Zahlen“ Stil
AP/Courtesy of Larry Robbins

Robbins schlug seine Idee dem Firmenchef Max Klein vor. Der zeigte sich vom ersten Motiv, einem abstrakten Stillleben, nicht besonders angetan, erkannte aber das Potenzial der Erfindung. Er schlug Robbins andere Motive wie Landschaften und Tierbilder vor. Die ersten paar Dutzend Vorlagen entwarf Robbins selbst, dann wurden andere Künstler dafür engagiert. Es dauerte zwar ein paar Jahre, aber Mitte der 50er Jahre war „Malen nach Zahlen“ bereits ein veritabler Verkaufsschlager.

Und „Malen nach Zahlen“ schaffte es sogar ins Museum: 2001 widmete das Nationalmuseum für amerikanische Geschichte in Washington den Do-it-yourself-Bildern eine ganze Ausstellung. „Ich behaupte nicht, das Malen nach Zahlen Kunst ist“, sagte Robbins damals: „Aber es ist das Erlebnis von Kunst. Und das erreicht Leute, die sonst nie einen Pinsel in die Hand nehmen würden.“