Touristenbus auf Madeira verunglückt: Mindestens 28 Tote

Bei einem Busunfall auf der portugiesischen Insel Madeira sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Das sagte der Bürgermeister des Ortes Santa Cruz dem portugiesischen Sender RTP3. Der Fahrer hatte offenbar die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin eine Böschung hinunter auf ein Haus stürzte.

Bei den Toten handle es sich um elf Männer und 17 Frauen, berichtete die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa auf ihrer Homepage. Laut weiteren Medienberichten soll die Mehrzahl der Opfer aus Deutschland stammen. Im Wiener Außenministerium hieß es heute Abend auf Anfrage der APA, es gebe noch keine Informationen, ob auch Österreicher betroffen seien.

Der Fahrer und der Reiseleiter – beide aus Portugal – sollen verletzt überlebt haben. Mehrere weitere Urlauber seien in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Funchal gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Lusa.

Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa wollte zunächst noch am Abend nach Madeira reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Jedoch würden die Militärflugzeuge möglicherweise gebraucht, um Verletzte auf das Festland zu bringen, hieß es. Sousa habe die Reise deshalb zunächst wieder abgesagt, wie Medien berichteten. „Das ist ein Moment des Schmerzes, aber auch der Solidarität“, sagte der Präsident dem Nachrichtensender SIC Noticias.