Mit Schnee bedeckter Löwenzahn
APA/Franz Neumayr
Zu kalt

Später Wintereinbruch im Mai

In Teilen Österreichs hat sich am Wochenende der Winter zurückgemeldet – sehr spät und recht deutlich. „Viel zu kalt“ und Temperaturen wie im Februar, hieß es. Für höhere Lagen galt am Sonntag eine Schneewarnung, teils Schneekettenpflicht. Die kommende Woche wird wechselhaft.

Die prognostizierte Kaltfront hat in der Nacht auf Sonntag pünktlich Österreich erreicht. Die Folge war Schnee, teils bis in tiefe Lagen. Salzburg etwa zeigte sich in der Früh weiß. „Viel zu kalt für Anfang Mai mit ein bis neun oder zehn Grad“ bei einem „sehr ungewöhnlichen Wintereinbruch“, hieß es von der ORF-Wetterredaktion. Derart kalt wie am Wochenende sei es ansonsten nur im Februar, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

An der ZAMG-Wetterstation Salzburg-Freisaal lagen Sonntagfrüh zwei Zentimeter Schnee. So spät im Jahr wurde eine geschlossene Schneedecke an einer Messstation in der Stadt Salzburg zuletzt am 4. Mai 1987 mit einem Zentimeter auf dem Flughafen festgestellt. Die späteste Schneedecke der Messgeschichte der Stadt Salzburg wurde am 8. Mai 1944 gemessen. Eine Höhe von einem Zentimeter registrierte man damals an der Wetterstation Salzburg-Flughafen.

Schneebedeckter Postkasten
ORF/Gerald Lehner

Schnee bis in die Alpentäler

Für höhere Lagen galt am Sonntag eine Schneewarnung, Schnee fiel aber auch in tieferen Lagen. In St. Johann im Pongau (634 Meter Seehöhe) fielen laut ZAMG sechs Zentimeter, im Tiroler Reutte (850 Meter Seehöhe) 16 Zentimeter Neuschnee. Am Sonnblick-Observatorium (3.100 Meter Seehöhe) in den Hohen Tauern kam von Samstag auf Sonntag ein guter halber Meter Neuschnee dazu. Im Westen wurde wegen der Schneefälle die Lawinenwarnstufe auf 3 („erheblich“) angehoben – mehr dazu in tirol.ORF.at und vorarlberg.ORF.at.

Tulpen im Schnee
Heinz Bayer
Späte Tulpenblüte mit Neuschnee

Im Süden und Westen lag Schnee auf einigen Bergstraßen, auf dem Katschberg in Kärnten herrschte Kettenpflicht für alle Fahrzeuge. Wer bereits mit Sommerreifen unterwegs war, hatte auf jeden Fall Probleme. Auf dem Plöckenpass und Loiblpass herrschte Winterreifenpflicht – mehr dazu in kaernten.ORF.at und salzburg.ORF.at.

Wetter beruhigt sich nur langsam

Am Montag beginnt sich das Wetter laut Prognosen wieder zu beruhigen. Allerdings kann es, vor allem in den Nord- und Zentralalpen, aber auch im Süden, immer noch schneien oder regnen, die Schneefallgenze liegt zwischen 600 und 1.200 Meter Seehöhe – mehr dazu in wetter.ORF.at.

Schnee fiel am Sonntag auch in Teilen der Steiermark, etwa der West- und der Obersteiermark. Immerhin: Die Landwirtschaft sei verschont geblieben, da es nicht so stark abgekühlt habe wie ursprünglich befürchtet – mehr dazu in steiermark.ORF.at.

Wechselhaft bis Ende der Woche

Später am Montag sollte sich bereits die Sonne zeigen. Es ist immer noch kühl, die höchsten Temperaturen sind im Flachland aber immerhin schon wieder zweistellig. Am Dienstag lässt laut ORF-Wetterredaktion dann auhch der kalte Wind spürbar nach, die Temperaturen liegen bei acht bis 16 Grad. In der Früh kann es allerdings immer noch Frost geben.

Am Mittwoch wird es noch eine Spur wärmer, im Osten sollte die Temperatur am Nachmittag 21 Grad erreichen, in Westösterreich kann es allerdings schon wieder regnen. Schnee fällt am Mittwoch nur noch oberhalb von 1.700 bis 2.200 Metern. Der Donnerstag dürfte wieder unbeständiger und etwas kühler werden, mit Regenschauern und teilweise auch Gewittern erreicht die Temperatur höchstens zehn bis 18 Grad. Auch der Freitag bleibt wechselhaft mit zwölf bis 21 Grad.