Macron und Ardern sagen Onlineterror den Kampf an

Im Kampf gegen Terrorvideos im Netz haben Internetgiganten wie Amazon, Facebook und Google sowie 17 Staaten ein internationales Bündnis geschmiedet. Anlass für den gestrigen „Christchurch-Gipfel“ in Paris war der Terroranschlag in Neuseeland Mitte März mit 51 Toten.

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron
AP/Charles Platiau

Der Täter übertrug seinen Angriff mit einer Helmkamera über Facebook zu großen Teilen live ins Internet. Davon gibt es auch ein insgesamt 17-minütiges Video, das millionenfach angeklickt wurde.

„Es ist das erste Mal, dass Regierungen und Technikunternehmen zusammenkommen“, sagte die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern. Sie hatte gemeinsam mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron die Initiative angestoßen. „Wir haben konkrete Maßnahmen beschlossen, damit sich ein Drama wie in Christchurch nicht wiederholen kann“, sagte Ardern.

USA nicht dabei

In dem Aufruf wird versichert, dass die Grundsätze eines freien und offenen Internets sowie die Meinungsfreiheit respektiert werden. Folgende Unterstützerländer wurden genannt: Australien, Deutschland, Frankreich, Indonesien, Indien, Irland, Italien, Japan, Jordanien, Kanada, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Senegal, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich.

Auch die EU-Kommission und die Konzerne Amazon, Daily Motion, Facebook, Google, Microsoft, Qwant, Twitter und YouTube zählen zu den Unterzeichnern. Die USA sind nicht dabei.