Österreichs Filmbranche verpflichtet sich zu Gendergerechtigkeit

Österreich Filmwirtschaft verpflichtet sich, künftig bei Projekten die Position von Frauen zu stärken. 38 Produktionsfirmen haben einen „Inclusion Rider“, eine entsprechende Vereinbarung, unterzeichnet, darunter renommierte Vertreter wie Amour Fou, Golden Girls und Mischief. Darin verpflichtet man sich zu gleicher Bezahlung, verstärkter Einbindung und Stoffentwicklung abseits von Klischees.

Initiiert wurde die heute präsentierte Absichtserklärung vom Produzentinnennetzwerk Film Fatal, das mit dem Ziel gegründet wurde, Frauen in der österreichischen Filmbranche zu unterstützen.

„Freiwillige Selbstverpflichtung“

Damit unterscheide sich die Vereinbarung von vergleichbaren Initiativen in anderen Ländern, so Produzentin Constanze Schumann: „Unser ‚Inclusion Rider‘ geht von Produktionsseite aus. Es ist eine freiwillige Selbstverpflichtung.“ Diese sei leider notwendig, da sich zwar etwas bewegt habe in den vergangenen Jahren, aber deutlich zu langsam.

Zum einen soll durch die zweiseitige Resolution die Zahl von Frauen unter den Berufen hinter der Kamera erhöht werden. Zum anderen soll die Präsenz von Frauen auf der Leinwand nicht zuletzt unter den Nebenrollen verstärkt werden.

Außerdem soll gleiche Bezahlung bei gleicher Leistung zugesagt werden. Bis dato würden Frauen beim Film im Schnitt noch immer 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen, so Schumann. Schließlich sollen bei gleicher Qualifikation Frauen vorrangig engagiert beziehungsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestärkt werden.