Preiskampf durchkreuzt Gewinnpläne von Lufthansa

Der heftige Preiskampf im europäischen Luftverkehr durchkreuzt die Gewinnpläne der Lufthansa. Wegen eines „aggressiven“ Geschäftsausbaus von Billigairlines und der dadurch fallenden Ticketpreise dürfte der operative Gewinn (bereinigtes EBIT) des Konzerns in diesem Jahr nur 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro erreichen, teilte Europas größte Fluggesellschaft gestern in Frankfurt mit. Bisher war das Management von etwa 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro ausgegangen.

Während das Geschäft auf der Langstrecke weiterhin gutgehe, dürfte die Billigtochter Eurowings wegen des harten Wettbewerbs nun die Gewinnschwelle verfehlen und operativ rote Zahlen schreiben, hieß es. Denn Konkurrenten seien bereit, erhebliche Verluste hinzunehmen, um ihre Marktanteile auszubauen. Das gehe auch an Eurowings nicht spurlos vorüber. Die Lufthansa-Führung gehe zudem davon aus, dass der europäische Markt mindestens bis Ende 2019 so herausfordernd bleibt.