Feuerwehrauto
AP/Bernhard J. Holzner
Deutschland

Zwei Eurofighter abgestürzt

Zwei Eurofighter der deutschen Bundeswehr sind am Montag nach Angaben der Regierung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Die beiden Flugzeuge sollen einander kurz vor 14.00 Uhr in der Luft berührt haben. Laut dem deutschen Verteidigungsministerium wurde ein Pilot lebend gefunden.

„Zwei Feuerbälle“ seien „nördlich des Fleesensees zu Boden gestürzt“, hieß es im Radio. Eines der beiden Flugzeuge stürzte nach Worten eines Ministeriumssprechers nahe der Ortschaft Jabel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in ein Waldstück. Das andere sei südlich der Ortschaft Nossentiner Hütte an einem Waldrand abgestürzt. Die beiden Orte sind rund zehn Kilometer voneinander entfernt.

Laut dem deutschen Verteidigungsministerium wurde einer der Piloten lebend gefunden und aus einer Baumkrone geborgen. Die Suche nach dem zweiten Piloten laufe, erfuhr die dpa aus dem Verteidigungsministerium. Nahe der Absturzstelle seien Leichenteile gefunden worden, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Noch sei unklar, ob sie zu einem der Piloten gehören.

Pilot des dritten Eurofighters meldete Unglück

Beide Maschinen gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“, das in Laage bei Rostock stationiert ist. Das Unglück passierte bei Luftkampfübungen. An der Übung sei auch ein dritter Eurofighter beteiligt gewesen, teilte die Luftwaffe mit. Dieser hatte nach dem Unglück gegen 14.00 Uhr im Luftraum über Plau am See auch zwei Fallschirme niedergehen gesehen und gemeldet. Wie es zu der Kollision kommen konnte, ist unklar.

Feuerwehren und Rettungskräfte der Region seien den Angaben zufolge im Großeinsatz. Die Maschinen hatten keine Munition geladen, wie eine Sprecherin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sagte.

Knapp neben Ortschaft abgestürzt

Ein Flugzeug stürzte am Ortsrand von Nossentiner Hütte auf eine freie Fläche, wie Bürgermeisterin Birgit Kurth sagte. „Ich bin von Bürgern angerufen worden, die am Drewitzer See waren und den Zusammenstoß der beiden Maschinen sahen“, berichtete sie. Dann sei sie rausgelaufen und habe einen Fallschirm runtergehen sehen. Später sei ein Hubschrauber in der Gegend gekreist, offenbar auf der Suche nach dem Piloten, der dann auch gefunden wurde.

Die Gemeinde mit ihren knapp 700 Einwohnern habe Glück im Unglück gehabt, sagte Kurth. Die Maschine sei gleich hinter der Ortschaft niedergegangen. Im Dorf seien Trümmerteile gesichtet worden. Feuerwehren der Region hätten den Brand an der Absturzstelle am Ortsrand von Nossentiner Hütte unter Kontrolle gebracht, sagte Kurth.