Iran signalisiert Gesprächsbereitschaft mit USA

Der Iran hat Gesprächsbereitschaft mit den USA im Streit über sein Atomprogramm signalisiert. Der Iran sei zur sofortigen Unterzeichnung eines Dokuments bereit, das schärfere Kontrollen seines Atomprogramms vorsieht, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif einem Bericht des „Guardian“ zufolge in New York. Im Gegenzug sollten die USA die Sanktionen gegen sein Land aufheben.

USA bleiben skeptisch

Das erwähnte Dokument, das als Zusatzprotokoll bekannt ist, gibt der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mehr Instrumente an die Hand, um zu verifizieren, dass ein Atomprogramm tatsächlich friedlichen Zwecken dient. Der Iran hält das Zusatzprotokoll allerdings bereits ein und hat schon in der Vergangenheit oft auch die Ratifizierung angeboten. Nach dem Atomabkommen von 2015 muss der Iran das Dokument acht Jahre später ratifizieren.

Die USA reagierten skeptisch auf Sarifs Vorschlag. „Es geht ihnen nur darum, eine möglichst umfangreiche Lockerung der Sanktionen zu erreichen, während sie sich weiter die Fähigkeit zum Bau einer Atomwaffe in der Zukunft offenhalten“, hieß es in Regierungskreisen. Wenn der Iran den USA wirklich entgegenkommen wolle, solle er die Urananreicherung sofort stoppen und über sein Raketenprogramm verhandeln, sagte ein zweiter US-Regierungsvertreter.