70 Jahre „Dritter Mann“: Annäherung an ein Phänomen

„Der Dritte Mann“ wird 70: 1949 kam der britische Schwarz-Weiß-Thriller um den Trivialautor Holly Martins und dessen Jugendfreund Harry Lime, der inzwischen in kriminelle Machenschaften im Nachkriegs-Wien verstrickt ist, ins Kino. Rechtzeitig zum Jubiläum hat sich Filmkritiker Bert Rebhandl nun an die „Neuentdeckung eines Filmklassikers“ gemacht, wie sein neues Buch im Untertitel heißt.

Er wolle „zugleich eine filmhistorische Einführung und eine neue Sichtweise bieten“, meint Rebhandl – er schreibt für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und den „Standard“ – eingangs.

Ausgehend von einzelnen Szenen, Motiven und Figuren wird hier assoziativ über Schwarzmarkt, Weltpolitik und Flucht ebenso nachgedacht wie über die Licht-und-Schatten-Ästhetik, das berühmte Harry-Lime-Thema des Heurigen-Zitherspielers Anton Karas und darüber, was das Gesicht von Lime-Darsteller Orson Welles mit der Mona Lisa zu tun hat.