Polizei nimmt über 1.000 Klimaaktivisten in London fest

Die Polizei in London hat seit Montag mehr als 1.000 Klimaaktivisten festgenommen. Etwa 50 Anhänger der Umweltschutzgruppe „Extinction Rebellion“ setzte Scotland Yard gestern am City Airport in der britischen Hauptstadt fest. Dort hatten Aktivisten versucht, den Betrieb zu stören.

Klimaaktivisteb von Extinction Rebellion blockieren einen Flughafen in London
APA/AFP/Daniel Leal-Olivas

Einem Mann mit einem Flugticket war es gelungen, beim Boarding auf das Dach einer Maschine zu klettern. Die Chefin von Scotland Yard, Cressida Dick, kritisierte das als „rücksichtslos, dumm und gefährlich“. Britischen Medien zufolge handelt es sich bei dem Mann um einen früheren paralympischen Radsportler.

In Paris blockierten Dutzende Aktivisten und Aktivistinnen die Durchgangsstraße Rue de Rivoli, die vom Concorde-Platz über den Louvre bis zum Rathaus führt. „Befreit die in Autos eingesperrten Radfahrer“, skandierten die Klimaaktivisten dort. Sie hatten in der französischen Hauptstadt bereits in den vergangenen beiden Tagen den Verkehr in der Nähe der Seine-Insel Ile de la Cite behindert, auf der die Kathedrale Notre-Dame steht.

Klimaaktivisten von Extinction Rebellion blockieren die Rue de Rivoli in Paris
APA/AFP/Bertrand Guay

Seit Montag gehen die Aktivisten des Bündnisses in mehreren Ländern auf die Straßen, die Proteste sollen rund zwei Wochen dauern und insgesamt etwa 60 Städte betreffen. In Berlin blockierten Anhänger der Klimabewegung unter anderem mehrere Spree-Brücken. In Wien besetzten Aktivisten am Montag eine Straßenkreuzung, am Mittwoch legten sie die Salztorbrücke bis 21.30 Uhr lahm.