Saudi-Arabien bietet iranischem Öltanker im Roten Meer Hilfe an

Nach dem angeblichen Raketenangriff auf einen iranischen Öltanker im Roten Meer hat Saudi-Arabien dem Schiff seine Hilfe angeboten. Der Tanker habe sich per E-Mail mit einem Notruf an die saudische Küstenwache gewandt und dabei von einer Beschädigung am Bug berichtet, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur SPA gestern einen Sprecher der saudischen Grenzschutzbehörde.

Das Schiff habe seine Fahrt aber fortgesetzt und sein System zur Übermittlung von Standortdaten zudem abgestellt. Teheran äußerte sich zunächst nicht zu dem Hilfsangebot.

Keine Hilfe nach Explosionen

Der Tanker war dem iranischen Ölministerium zufolge tags zuvor etwa 60 Seemeilen (rund 110 Kilometer) von der saudischen Hafenstadt Jeddah entfernt von zwei Raketen getroffen worden. Es sei jedoch niemand verletzt worden. Der angebliche Raketenangriff war der jüngste in einer Reihe von Vorfällen mit Öltankern im Zuge der Spannungen zwischen dem Iran und mehreren westlichen Staaten, allen voran den USA.

Der iranische Staatssender IRIB hatte Bilder des Schiffes gezeigt, auf denen aber keine Schäden zu sehen sind. Nach Angaben der Abteilung für Öltanker im Ölministerium NITC wollte der Tanker seinen Kurs ändern und das Rote Meer verlassen. Schiff und Crew haben laut NITC nach den Explosionen keine Hilfe bekommen und die Schäden alleine behoben.