Zehntausende fliehen vor Waldbrand in Kalifornien

Die Waldbrände in Kalifornien treiben immer mehr Menschen in die Flucht. Die Behörden des US-Bundesstaats ordneten gestern weitere Evakuierungen im nördlich von Los Angeles gelegenen Santa Clarita an. Dort mussten nun schon 50.000 Menschen ihre Häuser verlassen. 600 Feuerwehrleute kämpfen mit Tankflugzeugen und Hubschraubern gegen die Flammen, die schon sechs Wohnhäuser zerstört haben und 10.000 Gebäude bedrohen.

Rauchsäule über Autobahn in Santa Clarita in Kalifornien
APA/AFP/Getty Images/Mario Tama

Alarmstufe Rot für 18 Mio. Menschen

In Kalifornien wüten derzeit mehrere Waldbrände, die durch Hitze, Trockenheit und die berühmten Santa-Ana-Winde angefacht werden. Im Süden des Westküstenstaats brachen diese Woche mindestens vier Brände aus. Für mehr als 18 Millionen Menschen gilt bereits die Alarmstufe Rot.

Das Tick-Fire in Santa Clarita brach am Donnerstag aus. Wegen der starken Winde und Temperaturen von über 30 Grad Celsius geriet es außer Kontrolle, bis Freitagmorgen wurden schon sechs Wohnhäuser zerstört.

Erst zu fünf Prozent eingedämmt

Die Feuerwehr rechnet damit, dass noch weitere Häuser den Flammen zum Opfer fallen, wie der Feuerwehrchef von Los Angeles County, Daryl Osby, sagte. Bisher konnten die Einsatzkräfte das Feuer erst zu fünf Prozent eindämmen. Alle Schulen in der Region wurden geschlossen, die Sperrung einer Autobahn sorgte für Chaos im Berufsverkehr.

Brennende Häuser in Santa Clarito in Kalifornien
AP/Marcio Jose Sanchez

Vier weitere Waldbrände brachen im Norden Kaliforniens aus. In der Weinbauregion Sonoma, wo seit Mittwoch das Kincade-Fire wütet, ordneten die Behörden ebenfalls Zwangsevakuierungen an. Die gesamte Kleinstadt Geyserville und die umliegenden Weinberge wurden geräumt. Gestern besuchte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom die bergige Region, in der schon 8.903 Hektar Land und fast 50 Gebäude zerstört wurden.