Malaysias letztes Sumatra-Nashorn ist tot

In Malaysia ist laut einem Bericht der BBC das letzte dort noch lebende Sumatra-Nashorn verendet. Die Spezies gelte nach dem Tod des Tieres nun in dem südostasiatischen Land offiziell als ausgestorben.

Das 25-jährige weibliche Nashorn namens Iman sei heute auf der Insel Borneo, die zu jeweils einem Teil zu Malaysia, Indonesien und dem Sultanat Brunei gehört, verendet, berichtete der britische Sender. Es habe an einem Tumor gelitten. Das letzte männliche Exemplar sei erst in diesem Jahr verendet.

Am Rand der Ausrottung

Einst war die Art in weiten Teilen Asiens verbreitet, mittlerweile dürften nur noch an die 100 Tiere leben, die Spezies gilt als akut gefährdet. Verantwortlich dafür sind vor allem Wilderei und der Verlust des natürlichen Lebensraums der Tiere. Außerdem seien die letzten Populationen verstreut, Versuche in Malaysia, das Nashorn in Gefangenschaft nachzuzüchten seien bisher erfolglos geblieben, heißt es.

Sumatra-Nashorn
APA/AFP/Goh Chai Hin
Es leben nur noch wenige Nashörner in Asien in Freiheut

Insgesamt gibt es weltweit heute noch fünf Arten von Nashörnern, auch Rhinozeros genannt: Breitmaul- und Spitzmaulnashorn in Afrika südlich der Sahara sowie Panzer-, Java- und Sumatra-Nashorn in Asien. Von Letzterer lebt eine kleine Anzahl noch auf der gleichnamigen indonesischen Insel, das Panzernashorn kommt in Indien vor. Auch die Populationen in Afrika sind wegen Wilderei – vor allem wegen des Horns bedroht. Die Entwicklungsgeschichte der Nashörner begann vor etwa 50 Millionen Jahren.