Berühmtes Sushi-Restaurant verliert alle Michelin-Sterne

Das beste Sushi-Restaurant der Welt, Sukiyabashi Jiro, verliert seine drei Michelin-Sterne. Die Entscheidung wurde gestern in der japanischen Hauptstadt Tokio, wo sich auch das Restaurant befindet, verkündet. Der Verlust der Sterne habe aber nichts mit der Qualität des Essens zu tun.

Das Restaurant sei zu exklusiv, also nicht mehr für die Öffentlichkeit gedacht, teilte eine Sprecherin des Restaurantführers Guide Michelin mit. „Wir haben erfahren, dass Sukiyabashi Jiro keine Reservierungen mehr von der Öffentlichkeit entgegennimmt. Dadurch entspricht das Restaurant nicht mehr unseren Regularien.“

Wer im Guide Michelin stehen möchte, muss auch zugänglich sein, so die Sprecherin. Das Drei-Sterne-Restaurant Sushi Saito wurde aus den gleichen Gründen aus dem Restaurantführer gestrichen.

Zehn Sitzplätze für Exklusivität

Sukiyabashi Jiro ist ein berühmtes Restaurant, in dem unter anderem Barack Obama 2014 mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe zu Abend aß. Seit 2007 hält das Shushi-Restaurant bei drei Michelin-Sternen. Geführt wird das Restaurant von Sushi-Meister Jiro Ono, der durch die Netflix-Dokumentation „Jiro Dreams of Sushi“ seinen Bekanntheitsgrad steigern konnte.

Shinzo Abe und Barack Obama
APA/AFP/Cabinet Public Relations Office

Laut „Guardian“ kostet das Menü mindestens 40.000 Yen (etwa 333 Euro). Im Idealfall sollte man zu den Stammgästen gehören, besondere Verbindungen haben – oder über den Concierge eines Luxushotels buchen. Das Restaurant hat nur zehn Sitzplätze.