OPEC-Länder einigen sich auf künftige Strategie

Die 14 Mitgliedsstaaten des Ölkartells OPEC haben sich nach stundenlangen Beratungen in Wien auf ihre künftige Strategie geeinigt. „Ja, wir haben eine Vereinbarung“, sagte der iranische Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh am späten Abend nach den Verhandlungen in Wien. Details über mögliche Förderkürzungen oder die Dauer der Vereinbarung verriet er nicht.

Die weiteren Verhandler verließen die OPEC-Zentrale ohne Kommentar. Eine Pressekonferenz wurde kurzfristig abgesagt. Bei den Gesprächen der 14 zuständigen Minister dürfte es um eine schärfere Förderkürzung gegangen sein. Ein gemeinsames Gremium der OPEC sowie der zehn kooperierenden Staaten (OPEC+) hatte zuvor eine solche Beschränkung um weitere 500.000 Barrel (159 Liter) Öl pro Tag empfohlen.

Die „OPEC+“-Runde mit den Schwergewichten Saudi-Arabien und Russland versucht seit Anfang 2017, den Ölmarkt mit Förderlimits zu beeinflussen. Im Dezember 2018 beschlossen die 24 Staaten, ihre Produktion im Vergleich zum Oktober desselben Jahres um 1,2 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen. Der Ölpreis ist seit Beginn der derzeit geltenden Förderkürzung im Jänner leicht gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete gestern mehr als 63 Dollar – im Vergleich zu rund 57 Dollar Anfang des Jahres.