Sebastian Kurz und Werner Kogler
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ÖVP – Grüne

Verhandeln über letzte offene Details

Die Koalitionsverhandlungen gehen am Neujahrstag zu Ende. Vor der Schlussrunde Mittwochabend waren freilich noch keine Stellungnahmen zu hören. Die Verhandlungsführer Sebastian Kurz (ÖVP) und Werner Kogler (Grüne) begnügten sich damit, den wartenden Medienvertretern ein schönes neues Jahr zu wünschen.

Der inhaltliche Teil der Gespräche scheint mehr oder weniger abgeschlossen, ist doch schon für den Donnerstag die Präsentation des Programms geplant. Auch die Ministerlisten sind so gut wie fertig. Allerdings dürfte noch über die ein oder andere Kompetenz in den Ressorts debattiert werden. So ist etwa noch unklar, welche Bereiche an Vizekanzler Kogler wandern und wer grüner Staatssekretär wird und für welche Agenden dieser zuständig wird.

Logisch wäre an sich ein Posten im Finanzressort, doch der dafür bestens geeignete Verhandler Josef Meichenitsch ist ein Mann und damit würde die grüne Vorgabe, wonach mindestens 50 Prozent des Teams Frauen sein sollen, nicht eingehalten. Laut SN soll statt ihm die frühere EU-Parlamentarierin Ulrike Lunacek Staatssekretärin im Vizekanzleramt werden.

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Sebastian Kurz
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Das ÖVP-Regierungsteam wird von Parteichef Sebastian Kurz angeführt. Er bedauerte bis zuletzt, dass er sich nach Bekanntwerden des „Ibiza-Videos“ genötigt sah, die Koalition mit der FPÖ aufzukündigen. Die Koalition mit den Grünen ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil davon. Die neuen Partner liegen inhaltlich weiter auseinander. Einen guten Kurs zwischen eigenen Positionen und gedeihlicher Zusammenarbeit mit dem Juniorpartner Werner Kogler zu finden könnte herausfordernder werden als in der Koalition mit der FPÖ.
Karl Nehammer
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Karl Nehammer war Generalsekretär der Volkspartei und führte diese genauso straff wie die Kommunikation mit den Medien. Nun ist er Innenminister. Das politische Geschäft lernte Nehammer in Niederösterreich, insbesondere bei ÖVP-Landesgeschäftsführer Gerald Karner. Die Aufgabe wird nach dem BVT-Skandal und Skepsis der Opposition gegenüber ÖVP-Einfluss im Ressort alles andere als einfach.
Klaudia Tanner
APA/ÖVP/Jakob Glaser
Klaudia Tanner wechselt vom niederösterreichischen Landtag an die Spitze des Verteidigungsministeriums. Ganz neu ist das Regierungsgeschäft für Tanner freilich nicht. Sie diente schon im Kabinett von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP). Sie gilt zudem als Vertraute von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Tanners Aufgabe wird es sein, das Heer personell und finanziell auf gesunde Beine zu stellen.
Alexander Schallenberg
ORF.at/Roland Winkler
Alexander Schallenberg ist ein Vertrauter von Kurz. Er ist seit mehr als 20 Jahren im Außenministerium tätig. Kurz machte ihn bei seinem Wechsel ins Kanzleramt zum Leiter der EU-Koordinierung. Er gestaltete Kurz’ EU-Politik entscheidend mit. Er hatte auch eine zentrale Rolle während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2018.
Susanne Raab
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Susanne Raab hat jahrelang mit Kurz zusammengearbeitet, als dieser die Integrationsagenden über hatte. Sie hat seinen Kurs mitgestaltet. In der neuen Regierung wird die 35-Jährige in Sachen Integration und Migration wohl auch den ÖVP-Konterpart zum oberösterreichischen Landsmann, dem grünen Sozialminister Rudolf Anschober, geben. Raab machte im Außenamt Karriere und war bei ihrem Antritt 2017 Österreichs jüngste Sektionschefin.
Karoline Edtstadler
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Brüssel war für Karoline Edtstadler nur eine kurze Zwischenstation. Die ÖVP-Staatssekretärin unter Ex-FPÖ-Innenminister Herbert Kickl ist nun Europaministerin im Kanzleramt. Als Kontrolleurin im Innenressort fiel sie wenig auf. Aber die ehemalige Richterin setzte – trotz lautstarker Kritik von Fachleuten – ein Gewaltschutzpaket durch, das eigentlich Sache des Justizressorts gewesen wäre. Großes Gewicht legte Edtstadler auch auf das Gedenkjahr und gute Beziehungen zur jüdischen Gemeinde.
Christine Aschbacher
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Sebastian Kurz bleibt bei der Auswahl der Familienministerinnen seiner Linie treu. Die neue Ressortchefin Christine Aschbacher ist wie ihre Vorgängerin Unternehmerin, dreifache Mutter und Steirerin. Der Unterschied zu Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): Aschbacher verfügt zusätzlich über die mächtigen Arbeitsagenden. Mit Regierungspolitik hatte Aschbacher, die einer ÖVP-Familie in Wundschuh bei Graz entstammt, schon vorher Kontakt. Ihre Biografie weist eine Station im Kabinett des damaligen Wirtschaftsministers Reinhold Mitterlehner sowie eine im Finanzressort unter Maria Fekter (beide ÖVP) auf.
Magnus Brunner
APA/Parlamentsdirektion/Photo Simonis
Der Vorarlberger Magnus Brunner ist zwar seit 2009 Mitglied des Bundesrats, der großen Öffentlichkeit aber unbekannt. Seit 2007 fungiert er als Vorstand der OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG. Gerade bei seinen bisher letzten beiden beruflichen Stationen hat sich Brunner das Rüstzeug geholt, das ihn nun für die Position des Staatssekretärs im Ministerium für Umwelt, Energie und Infrastruktur befähigen soll. Formal ist Brunner als Staatssekretär nicht Mitglied der Regierung.
Gernot Blümel
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Gernot Blümel ist ein besonders enger Vertrauter von Kurz. Sie kennen einander lange und haben gemeinsam ihre Karriere auf Wiener Landesebene gestartet. So wie in der ÖVP-FPÖ-Koalition soll Blümel auch im Bund mit den Grünen eine besondere Vertrauensposition übernehmen: Vom Europaminister wird Blümel zum Finanzminister.
Margarethe Schramböck
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Margarete Schramböck ist erneut zur Wirtschaftsministerin ernannt worden. Sie gilt – so wie Tanner – als Vertraute der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). In der Tiroler ÖVP wird sie wiederum als „Tiroler Ministerbeitrag“ zur neuen Regierung bewertet. Die IT-Managerin Schramböck hatte vor ihrem Engagement bei der Telekom Austria Erfahrungen in Führungsfunktionen bei Alcatel, NextiraOne und Dimension Data Austria gesammelt.
Elisabeth Köstinger
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Elisabeth Köstinger ist, nach dem Interregnum der Expertenregierung, wieder Landwirtschaftsministerin, auch wenn sie die Umweltagenden verliert. Als enge Vertraute von Kurz hat sie aber jedenfalls eine wichtige Rolle in der neuen Koalition inne.
Heinz Faßmann
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Heinz Faßmann wurde erneut als Bildungsminister bestätigt. Er hatte als Migrationsexperte die Position von Kurz zum Thema entscheidend mitgeprägt. Der Wissenschaftler verstand es, bei teils hochemotionalen Themen – etwa Kopftuchverbot in Schulen – sachlich, ruhig und im Sinne von Kurz zu agieren.

TV-Hinweis

Anlässlich der Koalitionsbildung gibt es am Mittwoch um 21.48 Uhr eine ZIB Spezial in ORF2 – mehr dazu in tv.ORF.at.

Kultur an Blimlinger?

Noch für Kunst und Kultur im Gespräch war bis zuletzt Eva Blimlinger. Sollte den Grünen im letzten Moment entgegen den bisherigen Informationen noch ein Ministerium zufallen, könnte es doch einen männlichen Finanzstaatssekretär geben. Ebenfalls noch offen war, wer für Frauenpolitik zuständig sein wird.

Die Gesamteinigung soll am späteren Abend verkündet werden. Die Details dürften allerdings erst am Donnerstag folgen. Donnerstagmittag wird der Bundespräsident von der künftigen Regierungsspitze informiert, am späteren Nachmittag folgen Ministerliste und Regierungsprogramm. Am Freitag tagen dann Gremien von ÖVP und Grünen, tags darauf entscheidet der grüne Bundeskongress endgültig über den Regierungspakt. Gibt es ein Ja, folgt die Woche darauf die Angelobung und vermutlich auch die Regierungserklärung im Nationalrat.

ÖVP installiert mächtige Generalsekretäre

Die unter der ÖVP-FPÖ-Regierung eingeführten Generalsekretäre wird es auch unter ÖVP-Grün weiter geben. Die ÖVP hat bereits erste Namen – gegenüber „Presse“ und „Tiroler Tageszeitung“ – verraten. Ex-Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal wird Generalsekretär im Außenministerium, Kanzler Sebastian Kurz holt sich seinen früheren Kabinettschef Bernd Brünner ins Kanzleramt.

Dieter Kandlhofer, der bis zur Abberufung der ÖVP-Regierung im Juni im Kanzleramt Generalsekretär war, wechselt jetzt ins Verteidigungsressort. Und der am 1. April 2019 berufene Dieter Schuster wird – nach kurzer „Ibizagate“-Pause – im Finanzministerium wieder der „oberste Beamte“.

Beamtenregierung verzichtete darauf

Formal eingeführt und im Bundesministeriengesetz verankert hatte die mächtigen Generalsekretäre die türkis-blaue Regierung im Jahr 2017. Demnach ist ein – ohne Ausschreibung ernennbarer – Generalsekretär der „unmittelbare Vorgesetzte aller Sektionsleiter im Bundesministerium sowie Vorgesetzter aller dem Bundesministerium nachgeordneter Dienststellen“. Die Beamtenregierung hatte auf die Generalsekretäre verzichtet. Ob die Grünen welche ernennen werden, ist noch nicht bekannt.

Weitere Namen bestätigt

Zuvor waren die Namen weiterer Regierungsmitglieder bestätigt worden: Karl Nehammer wird demnach Innenminister, Klaudia Tanner (beide ÖVP) übernimmt als erste Frau in der Geschichte das Verteidigungsministerium, hieß es – mehr dazu in noe.ORF.at. Weiters soll Alexander Schallenberg Außenminister bleiben. Der oberösterreichische Landesrat Rudolf Anschober soll aufseiten der Grünen Sozialminister werden und auch Gesundheitsagenden übernehmen – mehr dazu in ooe.ORF.at.

Mit dem Vorarlberger Magnus Brunner gibt es außerdem einen ersten Staatssekretär der künftigen Regierung. Der ÖVP-Politiker wird der grünen Ministerin Leonore Gewessler im Umwelt- und Infrastrukturministerium zur Seite gestellt. Der promovierte Jurist ist seit 1. Jänner 2007 Vorstand der OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG – mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.

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Werner Kogler
ORF.at/Lukas Krummholz
Das Regierungsteam der Grünen wird von Parteichef Werner Kogler angeführt. Wie sein Amtsvorgänger, Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, übernimmt auch Kogler die Agenden Sport und Beamte. Im Wahlkampf konnte sich Kogler eine Koalition mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz praktisch nicht vorstellen. Nun wagt jener Mann, der die Grünen nach dem Ausscheiden aus dem Nationalrat aufgefangen und zum größten Sieg in der Parteigeschichte geführt hatte, den Sprung ins Ungewisse. Auch für ihn gilt: Einen guten Kurs zwischen eigenen Positionen und gedeihlicher Zusammenarbeit mit dem Seniorpartner zu finden könnte herausfordernder werden als das Comeback im Nationalrat.
Rudi Anschober
APA/Georg Hochmuth
Der künftige Sozialminister Rudolf Anschober hat im grünen Regierungsteam die längste Erfahrung mit einer Koalition von ÖVP und Grünen – zwölf Jahre lang währte die weitgehend friktionsfreie Partnerschaft in Oberösterreich. Als die Grünen gerade aus dem Nationalrat geflogen waren und in der Bundespolitik kaum mehr vorkamen, brachte er es mit seiner Initiative für Asylwerber in Lehre zu österreichweiter Beachtung.
Leonore Gewessler
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Leonore Gewesslers politischer Aufstieg verläuft senkrechter als jener der meisten anderen: Bis vor Kurzem war die 42-Jährige nur Insidern bekannt, nun bekommt sie mit dem Umwelt- und Infrastrukturministerium das zentrale grüne Ressort in die Hand. Das politische Geschäft versteht die frühere Global-2000-Chefin jedoch. Ihre Arbeit dürfte entscheidend für die Beurteilung der grünen Regierungsarbeit sein.
Alma Zadic
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Die Juristin Alma Zadic, erst im Sommer von JETZT zu den Grünen gewechselt, wird das Justizministerium leiten. Zu tun bekommt sie es dort mit einer ganzen Armada an selbstbewussten Beamten, mit dem Chef der Strafrechtssektion Christian Pilnacek an der Spitze. Zudem liegt ressortintern einiges im Argen, einerseits die Dauerkonflikte zwischen den Staatsanwaltschaften, andererseits fehlt es der Justiz an Budget, wie Expertenminister Clemens Jabloner nicht müde wurde zu betonen.
Ulrike Lunacek (Grüne)
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Ulrike Lunacek, die langjährige EU-Abgeordnete und Spitzenkandidatin bei der Nationalratswahl 2017 nach Eva Glawischnigs überraschendem Abgang, feiert ein politisches Comeback. Sie wird bei Kogler Staatssekretärin für Kunst und Kultur.

Insgesamt 15 Regierungsmitglieder

Bereits am Dienstag wurde bekannt, wie sich ÖVP und Grüne die künftigen Ressorts aufteilen. Die ÖVP soll mit elf Mitgliedern in der Regierung vertreten sein, die Grünen mit vier. Darüber hinaus werden ÖVP und Grüne jeweils eine Staatssekretärin oder einen Staatssekretär nominieren. Zuletzt bestätigte die ÖVP, dass Christine Aschbacher Arbeits- und Familienministerin wird – mehr dazu in steiermark.ORF.at. Die Grünen nominierten Alma Zadic als Justizministerin.

Bisher waren auf ÖVP-Seite Susanne Raab als Integrationsministerin und Karoline Edtstadler als Europaministerin bestätigt worden. Auch die als Landwirtschaftsministerin gesetzte Elisabeth Köstinger sowie Margarete Schramböck (beide ÖVP) als Wirtschaftsministerin wurden von der Partei bisher nicht dementiert. Damit stellen Frauen einen großen Teil des künftigen Regierungsteams, im ÖVP-Lager sogar die Mehrheit.

Fixstarter für die ÖVP

Als Fixstarter aufseiten der ÖVP gelten neben Raab und Edtstadler auch Gernot Blümel als Finanzminister. ÖVP-Obmann Kurz soll Medienberichten zufolge als Bundeskanzler auch für den Bereich Medienpolitik zuständig sein. Für das Bildungsministerium soll Medienberichten zufolge Heinz Faßmann im Gespräch sein, der dieses Amt schon in der ÖVP-FPÖ-Regierung bekleidete.

Der Parteiunabhängige hatte allerdings in Interviews immer wieder erklärt, nicht mehr als eine Funktionsperiode in der Politik sein zu wollen. Nachdem der Regierung aber das Misstrauen ausgesprochen wurde, verwies Faßmann darauf, dass er eine „normale Legislaturperiode“, die eben fünf Jahre dauert, gemeint habe.

Bei den Grünen gesetzt sind Kogler und Gewessler. Die ehemalige politische Geschäftsführerin der Umweltorganisation Global 2000 soll ein Superressort erhalten, in dem die Bereiche Umwelt, Verkehr, Infrastruktur, Energie, Technologie und Innovation vereint sind. Darüber hinaus sollen die Grünen die Agenden Justiz, Kultur, Soziales und Gesundheit erhalten.

NEOS: „Menschen haben sich mehr erwartet“

Kritik an der kolportierten Ressortaufteilung kam von der SPÖ. Vizeklubchef Jörg Leichtfried zeigte sich besorgt, dass mit Innen- und Verteidigungsministerium beide sicherheitsrelevanten Ressorts in ÖVP-Hand kommen sollen. In Anbetracht des Zustands des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), von Polizei und Bundesheer wäre es wichtig, ein Gleichgewicht in den betreffenden Ressorts herzustellen, so Leichtfried in einer Aussendung.

NEOS kritisierte, dass für ÖVP und Grüne „derzeit offenbar Namen wichtiger sind als Inhalte“. „Da haben sich die Menschen von Türkis-Grün doch deutlich mehr Substanz erwartet“, so NEOS-Generalsekretär Nick Donig, der forderte, die Verhandler müssten rasch die Inhalte vorlegen, die man dann mit „konstruktiv-kritischem Blick“ bewerten werde.

Kritik an Personalentscheidungen

Auch an weiteren Personalentscheidungen übte die SPÖ Kritik. Mediensprecher Thomas Drozda störte sich etwa daran, dass Gerald Fleischmann, langjähriger Sprecher und Vertrauter von ÖVP-Chef Kurz, Kanzlerbeauftragter für Medienfragen im Bundeskanzleramt wird. Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid hingegen sorgte sich um die Schüler.

Hammerschmid kommentierte die Gerüchte, dass Faßmann erneut Bildungsminister werden könnte, skeptisch. „Das weckt berechtigte Zweifel daran, ob die Bildungspolitik der künftigen Regierung innovativ, zeitgemäß und im Sinne der Chancengerechtigkeit unserer Kinder gestaltet werden wird“, teilte sie in einer Aussendung mit.