Ungarn schließt Grenzen für Personenverkehr

Die ungarische Regierung hat wegen des Coronavirus den Notstand verordnet. Das verkündete Premier Viktor Orban heute im ungarischen Parlament. Damit werden die Grenzen des Landes für den Personenverkehr geschlossen. Nur ungarische Staatsbürger und -bügerinnen dürfen nach Ungarn einreisen – mehr dazu in burgenland.ORF.at.

Ungarn wird die Grenzen für den Personenverkehr komplett schließen. Das sagte der ungarische Premier Viktor Orban am Montagvormittag bei der Plenarsitzung des ungarischen Parlaments. Ein Zeitpunkt wurde nicht genannt.

Weiters werden alle Veranstaltungen untersagt, Kinos, Kultur- sowie Vergnügungseinrichtungen geschlossen. Restaurants und Cafes dürfen nur bis 15.00 Uhr geöffnet sein. Ausnahmen bilden Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken. Menschen über 70 Jahren werden gebeten, zu Hause zu bleiben.

Grenze zwischen Deutschland und Österreich geschlossen

Um 8.00 Uhr hat Deutschland die Grenzen für die meisten Österreicher de facto geschlossen. Am Grenzübergang Walserberg (Salzburg) sind rund 80 Polizisten im Einsatz, in zwei Spuren sollen die Reisenden abgefertigt werden. Die Infrastruktur für die Schließung der Grenze sei noch von der Flüchtlingskrise 2015 vorhanden, heißt es.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Lange Staus an der Grenze

Schon seit gestern bilden sich lange Staus auf österreichischer Seite. Der Stau besteht hauptsächlich aus Lkws und Lieferwagen, meist mit osteuropäischen Kennzeichen. Die Gegenfahrbahn in Richtung Österreich war am Vormittag nahezu ausgestorben.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit drastisch ein

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie schränkt Tschechien die Bewegungsfreiheit im Land rigoros ein. Die Menschen dürfen nur noch ihre Häuser und Wohnungen verlassen, um arbeiten zu gehen, einzukaufen, Verwandte oder Ärzte zu besuchen, wie Ministerpräsident Andrej Babis gestern sagte.

Auch bleibe es erlaubt, Zeit in der Natur zu verbringen. Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit gelten bis zum 24. März.

Straßensperre in Tschechien
AP/Petr David Josek

Babis appellierte auch an die Arbeitgeber im Land, ihre Beschäftigten so weit wie möglich von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Alle Bürger und Bürgerinnen sollten einen Mindestabstand von zwei Metern zueinander halten und für Zahlungen möglichst Karten und nicht Bargeld verwenden.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte die tschechische Regierung die Schließung von Schulen und Universitäten, Theatern und Kinos sowie der meisten Restaurants, Lokale und Geschäfte angeordnet. Ausländer werden nicht mehr ins Land gelassen, den Tschechen wurden Auslandsreisen untersagt.

Sondermaßnahmen bei tschechischen AKWs

Tschechische Atomkraftwerke im südböhmischen Temelin und südmährischen Dukovany haben Sondermaßnahmen wegen des Coronavirus ergriffen. Hunderte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten von zu Hause, die übrigen insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter gehen weiter zur Arbeit, müssen sich aber beim Eingang präventiven Temperaturmessungen unterziehen.

Bereits Ende Februar hatten Temelin und Dukovany ihre Informationszentren geschlossen und Exkursionen sowie andere Besuche in den Arealen der Kraftwerke aufgehoben. Die Busse, die die Mitarbeiter zur Arbeit bringen, werden regelmäßig und intensiv desinfiziert.

Serbien rief Notstand aus

Serbien rief gestern Abend den Notstand aus. Die Entscheidung wurde von Präsident Aleksandar Vucic bei einer Pressekonferenz verkündet. Bis zum Abend wurden laut Amtsangaben 48 Krankheitsfälle registriert, Tote gab es bis dato nicht. Der Notstand erlaubt es den Behörden, bei den Bemühungen zur Eindämmung der Krankheit das Militär einzusetzen.

Vucic wandte sich an Personen im Alter über 65 Jahren. Sie wurden aufgefordert, in den nächsten 30 Tagen zu Hause zu bleiben. Das wäre der einzige Weg, um zu überleben, so Vucic. Heute wird auch der Unterricht an allen Schulen und Universitäten eingestellt. Auch Kindergärten machen zu. Geschlossen werden auch alle Fitnesszentren.

Slowakei ruft Notstand für Gesundheitswesen aus

In der Slowakei verhängte die Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus den Notstand für das Gesundheitswesen. Die Maßnahme wurde vom scheidenden Ministerpräsidenten Peter Pellegrini nach einer Sondersitzung der Regierung bekanntgegeben, die Pressekonferenz übertrugen alle großen Fernsehsender live in ihren Hauptnachrichten.

Sollte es weiterhin zu Missachtung der eingeführten Präventivmaßnahmen gegen die Virusausbreitung vonseiten der Bürger kommen, werde der Notstand auf das ganze Land ausgeweitet, warnte der Ministerpräsident. Von der Polizei wurden bisher über 200 solcher Fälle registriert, vor allem vonseiten der Rückkehrer aus dem Ausland, beklagte er.