Europol meldet Zunahme von Betrug und Fälschungen

Europol sieht eine rasche Zunahme von Delikten in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Kriminelle und organisierte Banden hätten ihre Methoden sehr schnell angepasst und profitierten von der Krise, warnte die europäische Polizeibehörde in einem heute in Den Haag veröffentlichten Bericht. Ermittler stellten zunehmend Fälle von Cybercrime, Betrug, Diebstahl und Fälschungen fest.

Masken, Medikamente, Spiel mit der Angst

Der Verkauf von gefälschten Schutzartikeln und Medikamenten sei auf ein Vielfaches gestiegen, heißt es in dem Bericht. Fälscher würden den Mangel von etwa Schutzmasken und Desinfektionsgel ausnutzen. Im März waren nach Angaben von Europol bei einem weltweiten Polizeieinsatz etwa 34.000 gefälschte chirurgische Masken sichergestellt worden. Gefälscht würden auch antivirale Medikamente, das Malariamittel Chloroquine und Vitaminpräparate.

Europol erwartet auch eine schnelle Zunahme von Betrugsfällen. „Betrüger passten sehr schnell berüchtigte Muster an und beuten Ängste und Sorgen von Opfern während der Krise aus“, heißt es in dem Bericht aus Den Haag.