Adidas braucht frisches Geld

Der von der Coronavirus-Krise hart getroffene Sportartikelhersteller adidas benötigt frische Liquidität. Adidas werde Kredite brauchen, aber keine direkte Staatshilfe, sagte eine Sprecherin gestern. Angaben zur Höhe der Kredite wollte sie nicht machen.

Bloomberg berichtete heute unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen, dass adidas mit der Staatsbank KfW über einen Milliardenkredit verhandle. Es gehe um Darlehen zwischen einer und zwei Milliarden Euro. Wie viel das bayerische Unternehmen tatsächlich brauche und wann, sei aber noch offen.

Adidas zahlt Miete doch

Das Unternehmen hatte bereits vor zwei Tagen mitgeteilt, angesichts der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus „proaktiv einen konservativen Ansatz beim Liquiditätsmanagement zu verfolgen, um die finanzielle Flexibilität des Unternehmens im derzeitigen Umfeld zu erhalten“. Adidas stoppte in diesem Zuge auch sein geplantes Programm zum Aktienrückkauf.

Adidas war diese Woche in die Schlagzeilen geraten, weil das Unternehmen angekündigt hatte, seine Miete für vorübergehend geschlossene Geschäfte nicht zahlen zu wollen. Der Sportartikelhersteller hatte das mit enormen Umsatzausfällen begründet. Adidas hatte sich dann dafür entschuldigt und erklärt, die Mieten nun doch zu bezahlen.