Bisher höchster Anstieg der Fälle in New York

Die Zahl der neuen Todesopfer in der Coronavirus-Krise hat im Bundesstaat New York von Montag auf gestern einen weiteren Höchststand erreicht. In der Zeit seien 731 infizierte Menschen gestorben, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Insgesamt lag die Zahl der Toten in dem besonders heftig getroffenen Bundesstaat damit bei etwa 5.500.

Die New Yorker Polizei ist von der Pandemie ebenfalls schwer betroffen. Mindestens zwölf Mitarbeiter seien bereits in Zusammenhang mit mutmaßlichen Coronavirus-Infektionen gestorben, berichtete heute der Nachrichtensender CNN. Mehr als 2.000 weitere Mitarbeiter seien mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert. Fast 7.000 Polizeibeamte hätten sich aus den unterschiedlichsten Gründen krankgemeldet und könnten derzeit nicht zum Dienst erscheinen, das seien rund 20 Prozent der uniformierten Einsatzkräfte des NYPD.

Mehr als 100.000 bestätigte Fälle in Deutschland

In Deutschland sind mindestens 101.700 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der dpa hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 1.747 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher bundesweit gestorben.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 26.500 nachgewiesenen Fällen und mindestens 495 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 21.500 Fällen und mindestens 347 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 20.000 Fällen und mindestens 427 Toten.

Weitere hundert Tote in Schweden

In Schweden hat sich die Zahl der Coronavirus-Toten binnen eines Tages um mehr als hundert erhöht. Nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörde starben in dem skandinavischen Land inzwischen 591 Menschen an dem Coronavirus. Die 114 neuen Todesfälle seien jedoch nicht alle in den zurückliegenden 24 Stunden registriert worden, einige seien mit Verzögerung gemeldet worden.

Schweden verfolgte in der Coronavirus-Krise lange Zeit eine eigene Strategie. Anstatt auf strenge Maßnahmen baute die Regierung auf Appelle. Nun bahnt sich angesichts der rasch steigenden Todeszahlen eine Kehrtwende an. Regierung und Opposition verhandeln über Notstandsbefugnisse.

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Über 160 weitere Tote in Belgien

Im Belgien starben am Montag 162 mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Das sagte der belgische Sprecher für Coronavirus-Angelegenheiten, Emmanuel Andre, gestern im Briefing der Gesundheitsbehörde und des Krisencenters. Insgesamt liegt die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus in dem Elf-Millionen-Einwohner-Land den Angaben zufolge bei 2.035.

1.380 Menschen wurden mit Stand gestern positiv auf das Virus getestet, 314 kamen ins Krankenhaus. Das sei im Vergleich zu den vergangenen Tagen ein Rückgang, sagte Andre. Insgesamt seien über 6.000 Menschen wegen des Coronavirus im Krankenhaus. 1.260 von ihnen würden auf der Intensivstation behandelt, 171 hätten das Krankenhaus wieder verlassen können.

Spanien meldet deutlich mehr Tote

In Spanien stieg die Zahl der Todesfälle wieder deutlich. Binnen eines Tages seien 743 neue Coronavirus-Tote gemeldet worden, wie das spanische Gesundheitsministerium gestern mitteilte.

Zuvor hatten rückläufige Todeszahlen vier Tage in Folge die Hoffnung keimen lassen, dass Spanien das Schlimmste hinter sich habe. Insgesamt sind in Spanien bisher über 13.700 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben.

Erstmals keine neuen Toten in China

Erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie meldete China keine neuen Todesopfer mehr. Schon seit Wochen gab es den offiziellen Angaben zufolge täglich kaum noch neue Infektionen und nur noch wenige neue Tote in der Volksrepublik. Gestern führte die Statistik der Pekinger Gesundheitskommission zum ersten Mal seit Jänner überhaupt keinen neuen Todesfall mehr auf.

Erneut gab es laut den Angaben 32 „importierte“ Infektionen, die bei Menschen bei der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Insgesamt starben den offiziellen Angaben zufolge in China 3.331 Menschen, 81.740 wurden als infiziert registriert.

Menschen mit Gesichtsmasken auf einem Straßenmarkt in Wuhan
Reuters/Aly Song

Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings deutlich höher liegen, da die Art der Erhebung immer wieder geändert wurde und viele Fälle nicht in der offiziellen Statistik auftauchen.