„Stopp Corona“-App laut ARGE Daten „nicht praxistauglich“

Die „Stopp Corona“-App des Roten Kreuzes ist für die ARGE Daten „nicht praxistauglich“. Die Matching-Wahrscheinlichkeit – also die Tatsache, dass ein aufgezeichneter „Match“ auch ein tatsächlicher Kontakt innerhalb von zwei Metern ist – liege bei weniger als einem Promille, hieß es heute in einer Aussendung. Ein Lottogewinn sei wahrscheinlicher, die App gebe daher „falsche Sicherheit“.

Die App könne weder feststellen, ob jemandem die Hand gegeben wurde, noch, ob eine kontaminierte Fläche berührt wurde, so die ARGE Daten. Auch die technischen Möglichkeiten zur Distanzmessung sind für die Datenschutzorganisation unzureichend, da es an Genauigkeit fehle. Die Wahrscheinlichkeit, das über Bluetooth festzustellen, liege etwa „optimistisch geschätzt“ bei höchstens 25 Prozent.

„Von Exitstrategie keine Spur, eine ungeeignete Smartphone-App wird als Lösung aller Probleme verkauft“, lautet das Attest der ARGE Daten, die daher empfiehlt: „Finger weg von der App, vernünftige Distanz halten, regelmäßig Hände waschen!“