Gewalt bei Protesten im Libanon

Im Libanon ist es erneut zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen den Sicherheitskräften und regierungskritischen Demonstranten gekommen. Die Armee stoppte in der Großstadt Tripoli im Norden des Landes einen Marsch von Hunderten Demonstranten, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Aus den Reihen der Demonstranten wurden daraufhin Steine geworfen, Soldaten feuerten in die Luft.

Während der Konfrontationen wurden mehrere Menschen verletzt. Das Rote Kreuz teilte mit, es habe drei Menschen ins Krankenhaus gebracht und andere an Ort und Stelle behandelt. Nach Angaben der Armee setzten Randalierer mehrere Bankgebäude in Brand. Auch sei ein Militärfahrzeug mit einem Molotowcocktail beworfen worden.

Mit dem Marsch setzten sich die Demonstranten über in der Coronavirus-Krise geltende Ausgangsbeschränkungen hinweg. Auch Kinder gingen mit. Die Demonstranten riefen „Revolution, Revolution“.