Sozialpartner arbeiten an Paket für Wirtschaft

Die Regierungsspitze hat sich gestern mit den Sozialpartnerspitzen getroffen, um über Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft zu sprechen. Nun sind Arbeitsgruppen der Sozialpartner und einiger Ministerien an der Reihe, die in zwei bis drei Wochen konkrete Maßnahmen erarbeiten sollen. ÖGB-Chef Wolfgang Katzian und WKÖ-Chef Harald Mahrer gaben sich danach zufrieden mit dem Gesprächsauftakt.

Lob gab es nach dem eineinhalbstündigen Gespräch von Katzian für das Gesprächsklima, er habe das Gefühl gehabt, dass die Regierung zuhöre, und auch die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen sei in Ordnung. Mahrer hob hervor, dass zwar viele Unternehmen eine Zukunftsperspektive hätten, aber nicht alle. Daher müsse man den Firmen helfen, wo die Perspektive fehle. Da gehe es insbesondere um Tourismus und Gastronomie, die von internationalen Gästen abhängen.

Katzian für „Corona-Tausender“

Man müsse schauen, aus der Kurzarbeit wieder möglichst viele Menschen „in normale Beschäftigung mit normaler Bezahlung“ zu bekommen, wie es Katzian formulierte. Deshalb solle das Kurzarbeitsmodell für die neue Situation, die sich bis zum Jahresende ergeben dürfte, „weiterentwickelt“ werden, kündigten Mahrer und Katzian an. Dazu werden zunächst die Sozialpartner ein Modell entwickeln und dann mit der Regierung sprechen. Katzian setzte sich auch für eine Belohnung für Menschen ein, die sich in der Krise einem besonders hohen Risiko ausgesetzt haben. Daher habe die Gewerkschaft die Regierung eindringlich gebeten, über einen „Corona-Tausender“ nachzudenken.