Facebook vereinfacht die Einrichtung von Onlinegeschäften

Facebook vereinfacht die Einrichtung von Onlineshops. „In nur wenigen Schritten“ soll man ab heute in 37 Ländern, darunter Österreich, sein Geschäft im gleichnamigen Sozialen Netzwerk sowie auf Instagram einrichten können. Damit soll das schon vorhandene Angebot verbessert werden. Außerdem wird das Produkt „Live Shopping“ freigeschaltet, damit können Produkte aus dem Facebook-Shop während eines Livevideos zum Verkauf angeboten werden.

Das Projekt solle vor allem kleineren Unternehmen helfen, in der Coronavirus-Krise zu überleben, sagte Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg der dpa. „Es ist etwas, woran ich schon länger interessiert war, aber als Covid-19 kam, wurde es wirklich kritisch und dringend.“

Viele kleinere Unternehmen – deren Werbeanzeigen wichtig für das Geschäft von Facebook sind – stünden vor dem Aus und suchten den Ausweg erstmals im Onlinegeschäft. Deswegen sei die Entwicklung von Facebook-Shops „drastisch beschleunigt“ worden.

Mehr Daten

Facebook wird die Shoppingplattform Daten über das Verhalten der Kundinnen und Kunden bringen – ähnlich wie bei anderen Angeboten des Onlinenetzwerks, wie Zuckerberg betonte. „Wir werden sehen, mit welchen Shops sie interagieren, an welchen Produkten sie interessiert sind, was sie kaufen und so weiter.“

Derzeit sei aber keine Funktion vorgesehen, um diese Informationen mit Freundinnen und Freunden zu teilen, und niemand sonst außer dem Nutzer, dem Shop und Facebook bekomme Zugriff darauf.

Die Einrichtung der Facebook-Shops werde für Händlerinnen und Händler kostenlos sein, sagte Zuckerberg. Gebühren würden lediglich etwa für Bezahlfunktionen fällig – „aber dabei geht es größtenteils darum, unsere Kosten zu decken“.