Orban kritisiert EuGH-Urteil über Transitzonen

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat heute im Staatsrundfunk Kossuth Radio Kritik am Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Schließung der umstrittenen Transitzonen für die Unterbringung von Asylbewerbern an der Südgrenze des Landes geübt. Diese Entscheidung sei eine „Gefahr für die Sicherheit ganz Europas“, so der Regierungschef.

Orban griff in dem Interview erneut die „Brüsseler Bürokraten“ an, die der ungarischstämmige US-Milliardär George Soros „in der Tasche“ habe. Darum würden diese Bürokraten nicht sehen, dass die ungarischen Transitzonen auch Europa vor den Migranten schützen, so Orban. Das EuGH-Urteil hatte die Unterbringung in Transitzonen mit einer „Haft“ verglichen.

Aktuell befänden sich 130.000 Menschen auf der Balkan-Route, die alle in die Union gelangen wollten. „Wir sind bereit, die Grenzen unserer Nachbarn zu schützen, werden wir darum ersucht“, betonte Orban.