Großer Anstieg bei Pestizidverkauf in Österreich

In Österreich hat es in den vergangenen Jahren einen starken Anstieg beim Verkauf von Pestiziden gegeben. Zwischen 2011 und 2018 nahm dieser um 53 Prozent zu. EU-weit lag nur Zypern mit einem Anstieg von 94 Prozent noch vor Österreich, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat heute mit.

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Über 1.300 Tonnen Pestizide beschlagnahmt

Europäische Ermittler haben in einer Operation in 32 Ländern 1.346 Tonnen illegaler Pestizide beschlagnahmt. Das sei doppelt so viel wie bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr, teilte die EU-Polizeibehörde Europol heute in Den Haag mit. Die Menge wäre ausreichend, um mehr als das gesamte landwirtschaftlich genutzte Gebiet in Deutschland zu besprühen.

Zwei Personen seien festgenommen worden. Ermittlungen liefen derzeit noch in Belgien, Frankreich, Deutschland, Polen, Slowenien und der Schweiz. Illegale Pestizide könnten die menschliche Gesundheit gefährden und die Umwelt schädigen, teilte Europol mit. Bauern seien oft ahnungslos und kauften die gefälschten Produkte, weil sie billiger seien.

Schätzungen zufolge entfielen zehn bis 14 Prozent des EU-Markts für Insektenbekämpfungsmittel auf diese illegalen Produkte. Dahinter stünden organisierte Banden. Um wirksamer dagegen vorzugehen, würden seit 2015 koordinierte Aktionen gegen diesen illegalen Handel ausgeführt.