Über 20 Tote bei Angriffsserie in Afghanistan

Durch eine Serie von Explosionen auf einem Markt im Süden Afghanistans sind nach Behördenangaben mindestens 23 Zivilisten getötet worden, darunter auch Kinder. 15 weitere Menschen seien verletzt worden, teilten das Büro des Provinzgouverneurs sowie die afghanische Armee heute in getrennten Stellungnahmen mit. Präsident Aschraf Ghani machte die radikalislamischen Taliban für den Angriff verantwortlich, die Miliz wies dies zurück.

Militärangaben zufolge lösten die Taliban insgesamt zwei Explosionen auf einem belebten Markt der Provinz Helmand aus. Das Büro des Provinzgouverneurs berichtete von insgesamt vier Raketeneinschlägen auf dem Markt des Bezirks Sangin, denen die Explosion einer Autobombe folgte. Dabei seien auch zwei Taliban-Kämpfer getötet worden.

Ein Taliban-Sprecher hingegen sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Behörden selbst und „ihre Söldner“ stünden hinter den Explosionen. Die afghanische Armee habe die Raketen abgefeuert. Präsident Ghani verurteilte den „Terrorangriff“. Nach seinen Angaben waren die meisten Opfer Kinder und Jugendliche. Ghani rief die Taliban zu einem Ende der Gewalt und der Aufnahme von Gesprächen mit seiner Regierung auf.