Gewalt an Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien sind nach Angaben aus Baku zwei aserbaidschanische Soldaten getötet worden. Die beiden Länder machten sich gestern gegenseitig für den Vorfall in der Region Tawusch im Nordosten Armeniens verantwortlich.

„Die armenischen Streitkräfte sind zur Offensive übergegangen, unterstützt von Artilleriefeuer“, erklärte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium. Dabei seien zwei aserbaidschanische Soldaten getötet und fünf weitere verletzt worden.

Armenien wirft Nachbarland „Artillerieangriff“ vor

In der Mitteilung war auch von „Verlusten“ auf armenischer Seite die Rede. Die Regierung in Eriwan warf dem Nachbarland einen „Artillerieangriff“ vor, der darauf ausgerichtet gewesen sei, armenische Stellungen einzunehmen.

Die aserbaidschanische Armee sei daher zurückgedrängt worden und habe dabei „menschliche Verluste“ erlitten. „Es gab keine Opfer bei den armenischen Truppen“, versicherte die Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Suschan Stepanjan, via Facebook.

Die beiden Kaukasusländer befinden sich seit fast 30 Jahren in einem Konflikt um die Kontrolle über die abtrünnige Region Berg-Karabach. Die aktuelle Auseinandersetzung ereignete sich aber fern von diesem Gebiet.