Generelle Maskenpflicht in Madrid

Als letzte Region auf dem spanischen Festland hat nun auch die Hauptstadt Madrid eine umfassende Maskenpflicht angekündigt. Ein Mund-Nasen-Schutz müsse künftig nicht nur wie bisher in geschlossenen öffentlichen Räumen, sondern auch im Freien getragen werden, und zwar auch wenn der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern zu nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen gewahrt werden kann, sagte die Regionalpräsidentin Isabel Diaz Ayuso gestern.

Fußgänger mit Masken in Madrid
Reuters/Javier Barbancho

Nur beim Sport und aus medizinischen Gründen gibt es Ausnahmen. Schon bisher haben die meisten Bürger der Stadt freiwillig auch im Freien Masken getragen. Nur auf den Kanaren darf man noch ohne Maske spazieren gehen.

Zudem seien bei öffentlichen Versammlungen maximal zehn Teilnehmer erlaubt, und es werde geraten, diese Obergrenze auch bei privaten Feiern und Treffen zu Hause einzuhalten. Alle Lokale müssen täglich spätestens um 1.30 Uhr schließen.

Wie in anderen Landesteilen sind die Infektionszahlen seit dem Ende des Notstands vor gut einem Monat auch in der autonomen Region Madrid mit gut 6,6 Millionen Einwohnern wieder gestiegen, jedoch nicht so stark wie etwa in Katalonien, Aragon und Navarra.

Auch Griechenland weitet Maskenpflicht aus

Auch in Griechenland weiten die Behörden die Maskenpflicht aus. Ab morgen müssen Masken in Einzelhandels- und Lebensmittelgeschäften, Büros, Banken und Bäckereien getragen werden, wie der stellvertretende Zivilschutzminister Nikos Hardalias mitteilt. Kirchen bleiben vorerst ausgenommen. Bisher gilt die Maskenpflicht nur in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Ausweitung begründet Hardalias mit einem zuletzt leichten Anstieg der Infektionen.