MediaMarkt-Mutterkonzern prüft Abbau von bis zu 3.500 Stellen

Bei den deutschen Elektronikketten MediaMarkt und Saturn droht ein extremer Stellenabbau. Der Mutterkonzern Ceconomy prüft das Streichen von bis zu 3.500 Vollzeitstellen bei den beiden Handelsketten. Betroffen von dem Abbau wären Ceconomy zufolge vorwiegend Arbeitsplätze außerhalb Deutschlands. Ob und wie viele Stellen bei der Österreich-Tochter gestrichen werden könnten, ist derzeit noch offen.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 55.000 Mitarbeiter. Hintergrund sind Pläne der Konzernführung, in dem lange Zeit sehr dezentral geführten Unternehmen eine konzernweit einheitliche Organisationsstruktur einzuführen. Durch die damit verbundene stärkere Zentralisierung könnten zahlreiche Stellen wegfallen.

Marke Saturn wird verschwinden

Mitte Juli gab die Elektronikkette bekannt, die Marke Saturn in Österreich einzustampfen. Mit 1. Oktober soll es nur noch die Marke MediaMarkt geben. MediaMarkt ist mit 37 Geschäften die Nummer eins auf dem österreichischen Markt, Saturn mit 15 Märkten die Nummer zwei.

Wie stark der geplante konzernweite Stellenabbau die Österreich-Tochter trifft, wollte die Kette nicht kommentieren. „Zu solchen Einzelheiten können wir derzeit keine Stellung nehmen, da die endgültige Planung erst in der kommenden Woche in den Gremien besprochen und beschlossen werden soll“, hieß es vom MediaMarkt-Mutterkonzern Ceconomy.

Europaweit werden die Filialen auf den Prüfstand gestellt. „Angesichts rückläufiger Kundenfrequenzen infolge der Covid-19-Pandemie prüft der Konzern ferner, europaweit in begrenztem Umfang defizitäre Stores zu schließen“, wie er ankündigte.

Insgesamt erhofft sich die Konzernführung von den Maßnahmen Einsparungen von knapp über 100 Millionen Euro pro Jahr. Eine Entscheidung über Durchführung und Umfang der Maßnahmen soll am 12. August fallen.