Italien verlängerte Maskenpflicht bis Anfang September

Die italienische Regierung verlängert die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und andere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Bis zum 7. September werden Italienerinnen und Italiener den Mund-Nasen-Schutz in geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und überall dort tragen müssen, wo eine Distanz von mindestens einem Meter nicht eingehalten werden kann, beschloss der Ministerrat gestern Abend.

Größere Menschenansammlungen bleiben verboten. Ab 15. August sollen in Italien wieder Kreuzfahrten starten, allerdings im Coronavirus-Modus. So darf es zu keinen Ansammlungen in den Sälen, an der Bar, in den Restaurants und in den Spielhallen der Schiffe kommen. Auch an Ausflügen darf sich nur eine beschränkte Zahl an Reisenden beteiligen. Den Passagieren muss regelmäßig die Temperatur gemessen werden.

Messen können ab dem 1. September wieder organisiert werden. Die Öffnung von Diskotheken, schon für Mitte Juli erwartet, wird weiterhin aufgeschoben. Auch Stadien bleiben vorerst für Fans geschlossen.

Konsumanreize und Hilfen für Arbeitsmarkt

Das Kabinett verabschiedete außerdem eine Reihe von Vorschriften, die unter anderem Konsumanreize und Hilfen für den Arbeitsmarkt vorsehen. Weitere Hilfen in der Größenordnung von drei Milliarden Euro sind zur Förderung von Kultur und Tourismus vorgesehen.

Premier Giuseppe Conte rief seine Landsleute auf, sich weiterhin umsichtig zu verhalten. Die epidemiologische Kurve sei zwar stabil, es gebe jedoch leichte Zeichen eines neuen Anstiegs bei der Zahl der Infektionen, die allerdings europaweit besonders niedrig sei. Gestern wurden 552 Erkrankungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet – nach 402 am Vortag.