Boyega kritisiert Umgang mit nicht weißen „Star Wars“-Figuren

Der britische Schauspieler John Boyega hat den Umgang mit nicht weißen Charakteren in den neuesten „Star Wars“-Filmen kritisiert. Man bewerbe diese zwar als wichtige Elemente der Filme, sie würden aber letztlich „beiseitegeschoben“, so Boyega in einem Interview mit dem Magazin „GQ“.

John Boyega
Reuters/Henry Nicholls

Boyega zeigte sich verärgert darüber, dass seine Rolle als Stormtrooper Finn in den letzten Episoden der Triologie, die mit „Der Aufstieg Skywalkers“ 2019 endete, langsam verblasste. „Was ich Disney sagen würde, ist: ‚Holt keinen schwarzen Charakter an Bord, um ihn als viel wichtiger für das Franchise zu bewerben, als er wirklich ist, und ihn dann beiseitezuschieben. Das ist nicht gut. Das sage ich ganz ehrlich’“, so Boyega im „GQ“-Interview.

„Daisy weiß das. Adam weiß das“

Er kritisierte, dass ebenfalls nicht weiße Schauspielerinnen und Schauspieler wie Naomi Ackie, Kelly Marie Tran und Oscar Isaac mit einem ähnlichen Schicksal zu kämpfen hatten, während Adam Driver und Daisy Ridley in ihren Hauptrollen als Kylo Ren und Rey besonders viel Aufmerksamkeit bekamen.

„Sie haben Adam all die Nuancen gegeben, (sie haben) Daisy all die Nuancen gegeben. Seien wir ehrlich: Daisy weiß das. Adam weiß das. Jeder weiß es. Ich enthülle hier nichts“, so Boyega. Ihm zufolge hätten die „Star Wars“-Macher nicht gewusst, wie sie mit den nicht weißen Charakteren umgehen sollen.

Boyega wurde zuletzt im Juni zum Netzhit, nachdem er bei einer Anti-Rassismus-Demonstration in London eine emotionale Rede gehalten hatte. Die Demonstration folgte damals auf die Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis.