Libysche Konfliktparteien erzielen erste Einigung

Libyens Kriegsgegner haben sich nach eigenen Angaben nach fünftägigen Gesprächen in Marokko über die Besetzung von Schlüsselpositionen in dem Bürgerkriegsland geeinigt. Es sei eine „umfassende Vereinbarung über Kriterien und Mechanismen“ erreicht worden, hieß es gestern in einer gemeinsamen Erklärung. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Ende des Monats wolle man sich zu weiteren Gesprächen bezüglich der Umsetzung des Abkommens wieder treffen. Mehr als zwei Wochen nach Verkündung einer Waffenruhe hatten sich die libyschen Konfliktparteien am 7. September zu Gesprächen in der marokkanischen Stadt Bouznika getroffen.

Ziel der anfangs für zwei Tage angesetzten Gespräche war es, die Waffenruhe zu stärken und den Weg zu Verhandlungen über eine Lösung der Streitigkeiten in dem Land zu ebnen.

Waffenruhe seit über zwei Wochen

Libyens international anerkannte Regierung in der Hauptstadt Tripolis hatte vor mehr als zwei Wochen eine Waffenruhe verkündet, der sich auch das Parlament in Ostlibyen anschloss. Die selbst ernannte Libysche Nationalarmee (LNA) des einflussreichen Generals Chalifa Haftar zweifelte jedoch an einer Waffenruhe und bezeichnete sie als Manöver.

Haftar ist eigentlich mit dem Parlament im Osten Libyens verbündet. Er hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf Tripolis begonnen.