Kapoors Riesenkugel in Müncher Pinakothek steht

Die Installation „Howl“ des Bildhauers Anish Kapoor empfängt ab sofort die Besucher der Pinakothek der Moderne in München. In der Rotunde im Eingangsbereich des Museums wurde eine gigantische Kugel aus dunklem PVC angebracht, die sich über drei Etagen erstreckt. Es sei ein großer Akt gewesen, die Skulptur zwei Tage lang aufzubauen und in den Raum einzupassen, teilte die Pinakothek heute mit.

Rund zwei Jahre lang hatte das Museum das von Oliver Kase kuratierte Projekt mit dem in London lebenden Künstler entwickelt. Die Installation ist 14 Meter hoch und 22 Meter breit.

Die Skulptur sei auch ein Ausdruck von weiblicher Kraft und Leidenschaft, sagte Kapoor in einem Videogespräch. Die dunkle, braun-rote Farbe könne man auch mit Menstruationsblut assoziieren. Der Titel „Howl“ ist dem Künstler zufolge eine Anlehnung an das gleichnamige Gedicht „Das Geheul“ von Allen Ginsberg. 1955 hatte dieser mit seinen Versen über Sex, Rausch und ein neues Lebensgefühl für einen Skandal gesorgt.